Länder besiedeln, Armeen
ausheben und Artefakte sammeln… wer in den vergangenen Jahren mehr als ein oder
zweit Brettspiele angefasst hat, dürfte mit solchen Themen mehr als vertraut
sein. Und dennoch unterscheidet sich das Werk von Bruce Glassco wesentlich von
anderen Spielen. Denn all das erreichen wir bei Fantastische Reiche (Strohmann
Games) mit gerade einmal 54 Karten und in nicht wesentlich mehr als 15 Minuten.
Freitag, 19. März 2021
Sonntag, 14. März 2021
Tapestry
In Zeiten von Crowdfunding
sind pompös ausgestattete Brettspiele sicherlich keine Seltenheit mehr. Und
dennoch schafft es Tapestry (Jamey Stegmaier / Feuerland), selbst in diesem
Umfeld noch einmal einen drauf zu setzen. 18 bemalte Gebäude, 16
grundverschiedene Fraktionen und ein Gesamtgewicht von annähernd 3 kg. Schon
mit dem Durchforsten des Spielmaterials kann man sich stundenlang beschäftigen.
Umso überraschender, dass das Werk für ein Zivilisationsspiel mit sehr wenigen
Regeln auskommt.
Mittwoch, 3. Februar 2021
Flick of Faith
„Gott würfelt nicht“. Über 90 Jahre ist das Zitat von Albert Einstein inzwischen alt. Da wäre eine kleine Überarbeitung vielleicht angebracht. Darum schlage ich an dieser Stelle vor: „Gott würfelt nicht. Er schnipst.“ Oder, im Falle von Flick of Faith (Truchanowicz, Wlodarczyk, Stobiecki & Jarzabek / Mirakulus), „Götter würfeln nicht. Sie schnipsen.“
Freitag, 22. Januar 2021
King of 12
Als alter Rollenspieler
habe ich ein eher zwiespältiges Verhältnis zu Würfeln. In der einen Sekunde
dein bester Freund, nur einen Wurf später der schlimmste Widersacher. Wie oft
habe ich mir während der Abende schon gewünscht, den Unheilsboten einfach auf
die Rückseite zu drehen. Oder andere Ergebnisse als Erfolg zu werten.
Offensichtlich hat Rita Modl meinen Ruf erhöht. Denn in King of 12 (Corax)
manipulieren wir den Zwölfseiter fast nach Herzenslust. Dass man am Ende
dennoch regelmäßig in die Tischkante beißen könnte, daran ändert das aber
wenig.
Samstag, 9. Januar 2021
Biss 20
„Zählt als Gruppe
gemeinsam von 1 bis 20 und vertauscht dabei zwei vorab zufällig bestimmte
Zahlen.“ Das war’s. Damit sind die Regeln von Biss 20 (Lena & Günter
Burkhardt / Drei Magier) in grob 3 Sekunden erklärt. Und wir können loslegen.
Für eine Rezension wäre das aber wohl etwas wenig, weshalb ich vielleicht doch
noch kurz auf den weiteren Spielverlauf eingehen sollte.
Montag, 14. Dezember 2020
MicroMacro: Crime City
Als überzeugtes Landei bin
ich Großstädten gegenüber prinzipiell skeptisch eingestellt. Zu laut, zu
schnell, zu voll. Da bleibe ich lieber in meiner heimeligen Umgebung, wo der
Blick aus dem Fenster nicht mehr als ein Nachbarhaus und zwei Bauernhöfe in
einiger Entfernung offenbart. Und offensichtlich ist es hier auf dem Land auch
viel sicherer. Zumindest kann ich mich nicht an eine „kriminelle Handlung“
erinnern, die über das Stibitzen von ein paar reifen Äpfeln hinausging. Ganz
anders in der Großstadt Crime City, in die uns MicroMacro (Johannes Sich /
Edition Spielwiese) entführt.
Samstag, 5. Dezember 2020
Kurz gefasst 5.20
Größer, teurer, opulenter.
Glaubt man Kickstarter, geht es bei Brettspielen fast nur noch in eine
Richtung. Doch gerade Spiele mit wenig Material halten häufig die eine oder
andere Überraschung bereit. Tatamokatsu benötigt dafür gerade einmal 3 Würfel,
für Poule Poule genügt ein Kartendeck. Einzig die (kleine) Box von Volterra
ist prall gefüllt. Einen genaueren Blick verdienen allerdings alle 3 Spiele.
Samstag, 14. November 2020
Aeon's End
Eigentlich versuche ich ja immer, meine Texte halbwegs kurz zu halten. Offensichtlich hatte ich bei Aeon’s End (Kevin Riley / Frosted Games) aber wohl etwas mehr zu erzählen. Entsprechend kürze ich einfach die Einleitung. Also: Fantasy, Kooperativ, Deckbuilder.
Mittwoch, 28. Oktober 2020
Pharaon
Irgendwie seltsam. Da wird man in den vergangenen Jahren gefühlt auf Schritt und Tritt mit Theorien zur Flacherde, Hohlwelten und Potenzierung durch Verdünnung zugeballert, Brettspiele scheinen auf diesen Trend aber kaum aufzuspringen. Und auch Frosted Games lässt die Chance ungenutzt. Schließlich taucht in ihrem Pharaon (Sylas-Henry Pim) nicht ein einziges Alien auf, obwohl der Bau der Pyramiden anders wohl kaum denkbar war.
Freitag, 16. Oktober 2020
Fringers
Auf der Spielwarenmesse in
Nürnberg konnte ich, vor inzwischen mehr als 8 Monaten, einen ersten Blick auf
Fringers werfen. Bereits zu dieser Zeit war die Nervosität bezüglich Covid-19
zu spüren, auch wenn noch keiner ahnen konnte, wie stark sich das Virus auf
unseren Alltag auswirken wird. Dass Abacusspiele mit der Veröffentlichung von
Fringers (Asger Harding Granerud & Daniel Skjold Pedersen) allerdings wohl
kaum einen schlechteren Zeitpunkt hätte treffen können, das hat sich damals
schon angedeutet. Denn ohne Berührung funktioniert das Spiel einfach nicht.
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