Freitag, 11. März 2016

Asterix & Obelix: Das große Abenteuer



Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und dazu werfen sie Würfel, verhauen Römer, jagen Wildschweine, sammeln Waren und tauschen diese für Siegpunkte ein. Mit von der Partie sind natürlich die beiden berühmten Gallier. Und auch der kaum weniger berühmte Hund darf nicht fehlen.

Im Wesentlichen ist Asterix & Obelix: Das große Abenteuer (Michael Rieneck / Pegasus) ein Würfelspiel. Abwechselnd nehmen wir die Rolle der Gallier ein und nutzen gewürfelte Symbole für allerlei gallische Aktionen, die allesamt mit Siegpunkten belohnt werden.

 

Gallische Würfel
Um mit Asterix, Obelix und Idefix losziehen zu können, beginnen wir jede Runde mit dem Werfen fünf verschiedenfarbiger Würfel. Deren Symbole geben die eigenen Optionen für den Spielzug an. Während Puff-Symbole und Obelix nur zum Verhauen von Römern genutzt werden können, darf Asterix stattdessen auch ausliegende Karten anschauen. Idefix kommt zum Einsatz wenn wir einige Würfel neu werfen wollen, Sesterze füllen die eigene Geldbörse auf. Zuletzt können wir natürlich auch Wildschweine jagen, welche im Dorf Siegpunkte bringen.


Römische Besatzer
Apropos Dorf. Nicht jeder Würfel kann an jedem Ort verwendet werden und einzig die Reise in unser trautes Heim ist kostenlos. Wollen wir dagegen eine der vier römischen Städte besuchen, müssen wir dafür einen farblich passenden Würfel nutzen. Auf dem Weg dorthin müssen wir uns allerdings zuerst mittels Würfelsymbole mit einer römischen Patrouille auseinandersetzen. Dies bietet uns einerseits Siegpunkte, andererseits können wir im Anschluss in der Stadt Waren für Sesterzen erwerben. Selbige können wir im Dorf, den entsprechenden Kundenwunsch vorausgesetzt, in Siegpunkte umwandeln. So freut sich Troubadix etwa über eine neue Harfe, Verleihnix braucht ganz dringend „frischen“ Fisch und Gutemine hat einen enormen Bedarf an Nudelhölzern.

Druidischer Zaubertrank
Damit wären die eigenen Optionen eigentlich weitestgehend abgehakt. Naja, fast. Denn eines darf natürlich in keinem Abenteuer der Gallier fehlen. Der Zaubertrank. Und dieser wird, wie sollte es anders sein, von Asterix herumgetragen. Eine Nutzung erlaubt dabei, etwas schlagkräftiger unter den Römern zu wüten. Alternativ darf er im Kampf gegen Piraten eingesetzt werden. Diese tauchen stets am Ende einer Runde auf und werden von allen Spielern bekämpft. Wer zuerst ein Obelix-Symbol (oder einen Asterix mit Zaubertrank) würfelt, der bekommt hier einige Siegpunkte geschenkt. Und diese bestimmen natürlich wieder einmal den Sieger.


Fazit
Asterix & Obelix richtet sich klar an weniger erfahrene Spieler. Die Regeln sind, trotz des durchaus umfangreichen Regelbuches, klar und überschaubar. Zugleich ist eine Partie schnell gespielt, größere Wartezeiten kommen nicht auf. Auch die Gestaltung ist gelungen, Fans der Gallier finden viele ihrer Lieblinge auf Karten und dem Plan wieder. Hier macht sich auch bemerkbar, dass Albert Uderzo für die Zeichnungen verantwortlich war, welche allesamt direkt einem Heft entsprungen sein könnten. Thematisch als etwas störend empfanden wir allenfalls, dass der Fokus von Asterix und Obelix hier eher auf dem Handel mit Waren liegt, was nicht unbedingt der Comicvorlage entspricht.

Auch spielerisch werden Fans ihren Spaß haben, erfahrene Spieler und Strategen dürften dagegen etwas die Vielfalt vermissen. Als störend empfanden das aber weder ich noch meine Mitspieler. Eher negativ sind mir einzig die Piraten aufgefallen, über die schlicht am Ende jeder Runde Siegpunkte oder Waren verlost werden. Da sie ansonsten so gut wie keine Bindung zum Spiel haben, wirken sie wie ein Fremdkörper und bremsen den Spielfluss eher etwa aus.

Dennoch ist Asterix & Obelix gerade für Fans der Comics absolut einen Blick wert.


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