Dienstag, 24. März 2015

Samurai Spirit

Gemeinsam gegen das Schicksal
Wer kennt sie nicht? Jene klassischen Geschichten, in denen sich eine kleine Schar Wagemutiger einer drückenden Übermacht in den Weg stellt, um ein Dorf / einen Unschuldigen / was auch immer gerade in der Nähe ist zu beschützen. „Die sieben Samurai“ beziehungsweise dessen Wildwest-Pendant „Die glorreichen Sieben“ sind weithin bekannte Beispiele. Und an genau jenen Werken orientierte sich Antoine Bauza bei seinem Spiel Samurai Spirit (Fun Forge). Und wie in den klassischen Werken geht der Kampf auch hier für die wenigsten Wiederständigen gut aus.

Gemeinsam mit bis zu 6 Mitstreitern stellen wir uns in Samurai Spirit einer Horde wildgewordener Räuber in den Weg, deren Sinn nur nach Raub und Totschlag steht. Glücklicherweise sind auch wir nicht ganz wehrlos und halten mit Köpfchen, Glück und wilden Tierverwandlungen dagegen.


Donnerstag, 19. März 2015

Von Drachen und Schafen

Bunte Schafe schmecken besser
Drachen fressen Schafe und stehlen Reichtümer, Ritter erschlagen Drachen und retten Jungfrauen in Not. Diese einfachen Gesetzmäßigkeiten kennt heutzutage eigentlich jedes Kind. Was aber, wenn Drachen Anfangen für Schätze zu bezahlen? Wenn Jungfrauen auf einmal gar nicht mehr gerettet werden wollen, und Ritter mit Dieben gemeinsame Sache machen? Tja, dann sind wir in der Welt „Von Drachen und Schafen“ (Nathanael Mortensen / Kosmos) gelandet.

Dabei wird aber schnell klar: Alles gar nicht so wild. Denn in der Rolle von bis zu vier Drachen versuchen wir auch hier, möglichst viele Schätze in unseren Höhlen zu horten. Und wenn dabei genüsslich das eine oder andere Schaf verspeist wird,… umso besser. 




Sonntag, 15. März 2015

Pentago



„5 gewinnt!“ mit Dreh
Ich vermute, so gut wie jeder hier kennt das Spiel „4 gewinnt!“. Zwei Spieler platzieren abwechselnd ihre Spielsteine auf oder in einer vorgegebenen Fläche, wer zuerst 4 in eine Reihe bekommt gewinnt. Oder „Tic Tac Toe“? Im Prinzip ein „3 gewinnt!“ zum selber zeichnen. Damit wäre eigentlich auch Pentago (Tomas Flodén / Kosmos) schon weitestgehend beschrieben. Denn in Pentago gewinnt der Spieler, der zuerst 5 Kugeln in eine Reihe bekommt. Nur das diesmal das Brett einen zusätzlichen Dreh liefert.






Mittwoch, 11. März 2015

The Game: Spiel... so lange du kannst!

Es kann nur schlimmer werden
Die Verwendung von Zahlenkarten in Gesellschaftsspielen dürfte in etwa so innovativ sein, wie Würfel und ein Block zum ankreuzen. Doch Steffen Benndorf hat ja bereits mit Qwixx bewiesen, dass er kein innovatives Material benötigt, um ein ebensolches Spiel zu erschaffen. Obwohl ich (wie HIER nachzulesen) gefühlt der einzige Rezensent war, der mit Qwixx nichts anfangen konnte, war ich auf das neue Werk doch durchaus gespannt. Und was soll ich sagen…(Pause zum Aufbau der Spannung)…da müsst ihr schon zum Fazit springen, sonst liest den Text ja wieder niemand.

Bei The Game (Nürnberger-Spielkarten-Verlag) haben wir es eigentlich nur mit einem einfachen und simplen Kartenspiel zu tun. Eigentlich müssen wir nur gemeinsam Karten auf 4 auf- und absteigenden Stapeln unterbringen. Eigentlich. Nur.


Sonntag, 8. März 2015

Flinke Feger



Das Leben als Hexe ist nicht einfach. Ständig stehen irgendwelche Leutchen vor der Hütte und betteln um Tinkturen, Liebestränke, oder auch nur einen Kräutertee. Oder sie knabbern gleich unsere Hütte an, nur weil wir diese dekorativ mit Süßigkeiten geschmückt haben. Und wenn man sich dann mal einen Spaß erlaubt und diese Banausen scherzhaft in Kröten oder Wackelpudding verwandelt, dann stehen sie Tags darauf mit Fackeln und Heugabeln vor der Haustür und skandieren etwas von Scheiterhaufen. Also muss die Hexe von Welt sich Alternativen suchen, um den Frust abzubauen.

Und genau hier kommt der fliegende Besen ins Spiel. Denn in Flinke Feger (Bruno Cathala und Serge Laget / Asmodee) nutzen wir diesen für waghalsige Wettrennen. Zumindest irgendwie. Denn in der Praxis sollten wir vor allem in der Lage sein, uns schnell verschiedene Symbole zu merken um damit die passenden Zauber wirken zu können. 

Freitag, 6. März 2015

Die Legenden von Andor - Die Reise in den Norden

An Lande und zu Wasser
Die Legenden von Andor habe ich in den Wochen und Monaten nach seinem Erscheinen (wie HIER nachzulesen) sehr gerne und häufig gespielt. Durch die starke Fokussierung auf eine packende Story wusste das Spiel schnell zu begeistern. Aus dem gleichen Grund verlor es nach einmaligem Durchspielen aber an Reiz und geriet schon fast in Vergessenheit. Entsprechend war ich mir auch keineswegs sicher, ob mich die neue Erweiterung noch einmal packen würde. Andor war in meinen Gedanken eigentlich schon gerettet und abgehakt. Tja, so kann man sich irren.

Die Reise in den Norden (Michael Menzel / Kosmos) knüpft mehr oder weniger genau da an, wo uns die vorherigen Abenteuer zurückgelassen haben. Dabei bietet das Spiel viel Altbewährtes, gleichzeitig aber auch reichlich neue Ideen.


Montag, 2. März 2015

Jäger und Späher

Der Kosmos eines Steinzeitstammes
Spiele für 2 liegen aktuell wieder voll im Trend, fast jeder Verlag hat eines oder mehrere davon im Programm. Insbesondere Kosmos geniest in diesem Bereich schon lange einen exzellenten Ruf, entstammen dem Stuttgarter Verlag doch Perlen wie Lost Cities und Jambo (inklusive Nachfolger Asante). Kein Wunder also, dass auch in Jäger und Späher (Gerhard Hecht) große Erwartungen gesetzt wurden.

In Jäger und Späher übernehmen wir die Kontrolle eines Steinzeitstammes, der ernährt und weiterentwickelt werden will. Dabei helfen und Stammesmitglieder mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die uns in Kartenform zur Verfügung stehen.



Dienstag, 24. Februar 2015

Brettspiel-Fragmente Februar 2015

Brettspiel-Fragmente Februar 2015: Edelsteine
Nachdem der Stapel der ungespielten (und teilweise noch zu rezensierenden) Essen-Neuheiten inzwischen ein (relativ) erträgliches Maß erreicht hat, kann ich mich endlich mal wieder einer neuen Ausgabe meiner Brettspiel-Fragmente widmen. Zugegeben, eigentlich liest das ja sowieso keiner. Aber nach mehreren Dutzend Rezensionen tut manchmal einfach etwas Abwechslung gut.

Inspiriert vom Valentinstag (und der Aussage meiner Frau über „schöne Spiele“ HIER), will ich mich Heute einmal dem besten Freund des schönen Geschlechts zuwenden. Denn Diamanten (bzw. Edelsteine allgemein) finden in letzter Zeit rege Verwendung in Brettspielen, wo sie von Siegpunkten über Währung bis hin zu verfluchten Relikten eine große Bandbreite an Aufgaben abdecken. Im Folgenden will ich zumindest eine kurze Übersicht über einige Vertreter moderner (und weniger moderner) Brettspiele geben, die die kleinen Schmuckstücke verwenden.



Donnerstag, 19. Februar 2015

Cacao

Innovativer Kakao-Anbau
So, ich hab’s nachgelesen. Auch in Südamerika legen Landwirte ihre Felder zumeist rechteckig an. Je nach landschaftlichen Gegebenheiten können auch einmal längliche oder eher unförmige Varianten auftauchen. Was aber fast garantiert niemals zu sehen ist, sind Kakaoplantagen in Form einer Kakao-Bohne. Naja, fast niemals. Denn in Cacao (Phil Walker-Harding / Abacusspiele) haben wir es sogar mit dutzenden dieser eher ungewöhnlichen Formen zu tun. Und wer hier öfters mitliest weiß jetzt schon: Wenn sich der Rezensent über solche Kleinigkeiten mokiert, hat er wahrscheinlich sonst nicht viel zum meckern gefunden.

In Cacao legen wir ganz klassisch Dschungel-Plättchen aus, auf denen Felder, Märkte und allerlei weitere nützliche Örtlichkeiten abgebildet sind. Mittels unserer Arbeiter nutzen wir diese, um am Ende das meiste Geld zu machen. Nur dass unsere Arbeiter hier ganz unklassisch ebenfalls in Form von Plättchen auftauchen.


Samstag, 14. Februar 2015

Lords of Xidit



Vom Himalaya bis Xidit
Als Autor und Verleger von Brettspielen hat man es nicht einfach. Die Spieler schreien nicht nur regelmäßig nach Neuheiten mit spannenden Mechanismen, nein auch die Themen sollen gefälligst innovativ und einzigartig sein. Als Stammesführer in spe den Himalaya bereisen etwa klingt doch gänzlich unverbraucht. 2004 kam dann auch ein Spiel mit entsprechendem Thema (und Namen) auf den Markt. Rund 10 Jahre später kommt selbiges in überarbeiteter Form erneut in den Handel. Mit neuem Thema. Diesmal angesiedelt in einem Fantasy-Reich, in dem wir Truppen sammeln und in den Kampf transportieren…

Abseits von deutlich langweiligeren Thema macht Lords of Xidit (Régis Bonnessée / Asmodee) zumindest optisch schon einmal mehr her. Spielerisch reisen wir nach wie vor über eine Karte, sammeln an einigen Orten Truppen ein, um sie an anderen gegen Belohnung abzuliefern. All dies geschieht aber, indem wir die eigenen Aktionen einige Züge im Voraus festlegen müssen.