Dienstag, 12. Februar 2019

Architekten des Westfrankenreichs


Im Jahr 850 n. Chr. wollen wir unseren König beeindrucken indem wir Lehrlinge anheuern, Ressourcen sammeln und damit Gebäude errichten. Viel beliebiger kann ein Brettspielthema eigentlich kaum sein. Dennoch habe ich mich auf Architekten des Westfrankenreichs (Schwerkraft) gefreut. Denn der Autor Shem Phillips hat bereits mit Räuber der Nordsee bewiesen, dass er ein Gefühl für Worker-Placement-Spiele mit einem besonderen Kniff hat.







Mittwoch, 6. Februar 2019

Meeple Circus


Ich tue es. Und du tust es wahrscheinlich auch. Ich würde sogar fast so weit gehen zu behaupten, dass fast alle Spieler es tun. Wovon die Rede ist? Na, vom Bauen mit Spielmaterialien natürlich. Ob Türme aus Würfeln, Mauern aus Ressourcen oder Ketten aus Meeplen, ständig wird das Spielmaterial zweckentfremdet um während einer langwierigen Regelerklärung oder ewigen Zügen der Mitspieler die Zeit zu überbrücken. Doch damit ist nun Schluss. Denn Meeple Circus (Cédric Millet / Pegasus) erklärt den Bauwahn zum Selbstzweck.






Mittwoch, 30. Januar 2019

Belratti


Jedes Jahr zur SPIEL in Essen veranstaltet die Fairplay ein Scouting. Reihenweise Spieler sichten Spiele und bewerten diese auf einem Fragebogen. Das Ergebnis wird regelmäßig sowohl am Stand als auch über Twitter bekanntgegeben und von vielen Spielern sehnlichst erwartet. Zumeist finden sich auf der Liste komplexere Spiele oder zumindest Spiele für erfahrenere Spieler. Zu den Siegern der letzten Jahre gehörten etwa La Granja und Gaia Projekt. In diesem Jahr gewann Tudor die Abstimmung, was genau in diese Kategorie fällt. Über weite Strecken der Abstimmung lag aber ein anderes Spiel in Front: Belratti (Michael Loth / Mogel Verlag). Ein kleines und flottes Kartenspiel von einem kleinen und flott ausverkauften Verlag.




Mittwoch, 23. Januar 2019

Spirit Island


Wir Spieler sind es ja durchaus gewohnt, neue Gebiete zu kolonisieren und uns untertan zu machen. Und bislang verlief das, abgesehen von missbilligenden Blicken unserer Mitspieler, zumeist ungestraft. Bislang. Denn in Spirit Island (R. Eric Reuss / Pegasus) erleben wir nun auch einmal die andere Seite. Nun schützen wir die Insel vor den eindringenden Invasoren. Glücklicherweise sind wir dabei alles andere als wehrlos. Vielmehr sind wir als Naturgeister sogar sehr gut in der Lage, mit ein paar Endringlingen fertig zu werden. Doof nur, dass es sich selten nur um ein paar Invasoren handelt.





Mittwoch, 16. Januar 2019

Nah und Fern


Warum in die Ferne schweifen… fragte einst schon Goethe, wenn auch in leicht anderer Form. Nun, Goethe kannte wohl Nah und Fern (Ryan Laukat / Schwerkraft) noch nicht, sonst hätte er sich diese Frage sparen können. Schließlich warten hier in der Ferne häufig die spannendsten Geschichten und die lukrativsten Orte. 









Mittwoch, 9. Januar 2019

Roll for Adventure


Als alter Rollenspieler und Fan kooperativer Fantasy-Spiele bin ich schon in so manches Abenteuer gestürmt. Die Art und Weise unterschied sich dabei deutlich und reicht von Chocobos, über Kodos und Drachen, bis hin zu ganzen Sternenzerstörern. Ins Abenteuer gerollt bin ich dagegen noch selten, auch wenn ein ständig betrunkener Zwerg meiner D&D-Zeit ab und an kurz davor war. Glücklicherweise wetzen M. Dunstan und B. J. Gilbert diese Scharte nun aus. Denn bei Roll for Adventure (Kosmos) stürzen wir uns nur mit Hilfe einiger Würfel ins kooperative Abenteuer.





Freitag, 21. Dezember 2018

Reef


Das Wachstum von Korallenriffen ist eigentlich ein sehr langwieriger Prozess, der sich schnell auch mal über Jahrhunderte hinziehen kann. Glücklicherweise hat sich Emerson Matsuuchi bei Reef (Next Move / Pegasus) dazu entschieden, diesen Zeitrahmen ein wenig zu kürzen. Und so können wir Spieler in weniger als einer Stunde ganze Riffe in den buntesten Farben erblühen sehen. Dass es sich dabei letztendlich nur um Plastik handelt mag zwar ziemlich ironisch wirken, ist aber immer noch besser als mit echten Korallen zu spielen.






 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Carpe Diem


Da ich in der Schule immer schön aufgepasst habe, weiß ich natürlich, dass Rom im Jahre 64 nach Christus durch einen Stadtbrand fast bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Was ich allerdings in meiner Schulzeit wohl verpasst habe, das waren all die anderen Brände und Zerstörungen, die die Hauptstadt des einst mächtigsten Weltreiches erschüttert haben müssen. Oder wie sonst ist zu erklären, dass wir Spieler Rom immer und immer wieder neu aufbauen müssen. Doch nicht nur das Thema ist bei Carpe Diem (Stefan Feld / Alea) austauschbar. Auch die Grafik wäre besser ausgetauscht worden. Aber schließlich kommt es ja auf die inneren Werte an.




 

Montag, 10. Dezember 2018

Veranstaltung: Spielend für Toleranz


Vor rund 2 Monaten starteten Udo Bartsch, Martin Klein und Harald Schrapers die Initiative „Spielend für Toleranz“. In Zeiten in denen die Menschenrechte immer öfter missachtet werden und fremdenfeindliche Parolen zunehmend zum Alltag gehören, sollte auf diesem Weg zumindest ein kleines Zeichen gesetzt werden. Diesem „kleinen Zeichen“ schlossen sich innerhalb kürzester Zeit mehr als 100 Blogger, Journalisten und Kritiker aus der Brettspielszene an. Wer Interesse an einer umfassenden Liste hat, der sollte einfach mal HIER klicken. Auch der Verein Spiel des Jahres vertritt die Ideale einer offenen und menschenfreundlichen Gesellschaft. Spiel des Jahres unterstützt dementsprechend Blogger und Spieletreffs, die eine Veranstaltung im Sinne der Toleranz durchführen wollen. Eine der ersten Veranstaltungen dieser Art fand Anfang Dezember im hessischen Oberzent statt.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Lifestyle


Ihr kennt doch sicher noch „Das Spiel des Lebens“, oder? Das Spiel, das sich in erster Linie durch die Verwendung eines Drehrades anstelle eines Würfels auszeichnete und das die Hatz nach Errungenschaften (von Titeln bis zu Immobilien) in den Vordergrund stellte. Nun, Lifestlye (Amigo) macht mehr oder weniger dasselbe. Nur dass anstelle des Drehrads dann eben doch Würfel zum Einsatz kommen. Und dass wir anstelle des Spielbretts nur Karten haben. Und dass wir tatsächlich Entscheidungen treffen können. Also eigentlich doch ziemlich anders. Aber die Jagd nach Besitztümern, die bleibt.