Donnerstag, 16. Mai 2019

Werwörter


Für uns Vielspieler ist es zwar fast undenkbar, aber es gibt tatsächlich Personen, die in ihrem Leben kaum mehr als ein Dutzend verschiedene Brettspiele gespielt haben. Selbst wer regelmäßig spielt, kennt häufig nicht viel mehr als Catan, Carcassone oder Zug um Zug… damit hat es sich oft schon. Und Werwölfe. Werwölfe kennt irgendwie jeder, sei es vom Schulausflug, dem Ferienlager oder der Uni-WG. Eine gute Basis also, aus der Ted Alspach mit Werwörter (Ravensburger) noch ein paar spannende Kniffe lockt.



 

Dienstag, 14. Mai 2019

Voll verwackelt


Kokosnüsse: exotisch, verheißend, schwer zu knacken. Und eigentlich einfach zu bekommen. Baum hoch, runterhauen, aufsammeln. Wenn der Baum aber auf einem wackeligen Felsplateau steht, das jeden Moment kippen könnte, dann wird’s schwierig. Wieso man sich dann nicht einen anderen Baum sucht? Weil Bilbo Beutlin auch nicht gesagt hat: „Ach komm, was soll ich den doofen Ring mitschleppen?“ Ohne Drama keine Geschichte. Auch im Brettspiel nicht.





Freitag, 10. Mai 2019

Detective


Immersion: Ein Effekt der, gerade bei der Verwendung von 3D-Brillen, das vollständige Eintauchen in eine virtuelle Umgebung beschreibt. Während dies bei Videospielen zu den spannendsten Trends der vergangenen Jahre gehört, gestaltet es sich bei Brettspielen naturgemäß schwierig. Egal wie thematisch ein Spiel ist, es fühlt sich doch stets wie ein Spiel an. Detective (Pegasus / Portal) setzt hier nun neue Maßstäbe. Zwar ist uns auch hier stets bewusst, dass es nur ein Spiel ist. Allerdings habe ich mich noch selten so in das Geschehen hineingezogen gefühlt wie beim Krimi-Spiel von Ignacy Trzewiczek.





Mittwoch, 1. Mai 2019

Sherlock: Fall 1 - 3


Krimi- und Rätselspiele liegen nicht erst seit diesem Jahr im Trend. Ob bei Unlock, Detective oder Exit Puzzle, wir Spieler scheinen gerne zu knobeln. Mit den Sherlock-Fällen (Abacusspiele) haben Josep Izquierdo und Marti Lucas nun noch einmal einen ganz neuen Ansatz gewählt. Denn hier müssen wir, nur mithilfe einiger Karten, einen Kriminalfall lösen. Das Problem: Jedem Spieler steht nur ein Teil der Information zur Verfügung und unsere Kommunikation ist stark eingeschränkt. Insgesamt 3 dieser kleinen Fälle gibt es bislang: „Letzter Aufruf“, „Der Fluch des Quaqya“ sowie „Tod am 4. Juli“. Sie alle folgen dem gleichen Ansatz, unterscheiden sich aber etwas im Schwierigkeitsgrad. 

Mittwoch, 17. April 2019

Copenhagen


Puzzlespiele liegen im Trend, das ist sicher keine neue Erkenntnis. Vielmehr kann man aktuell kaum einen Blick in ein Spieleregal werfen, ohne von Tetris-förmigen Steinen erschlagen zu werden. Diesen Trend will natürlich auch Queen Games nicht verschlafen und hat deswegen Copenhagen (Granerud & Pedersen) an den Start geschickt. Oder genauer: Den Kopenhagener Stadtteil Nyhavn. Denn dort, so verrät uns der Schachteltext, gibt es bunte Häuser, in deren Fassadengestaltung ein passendes Thema gefunden wurde.






Donnerstag, 11. April 2019

Welcome to


Welcome to… Oberzent. Kennt ihr nicht? Schämt euch! Schließlich handelt es sich dabei um die flächenmäßig drittgrößte Stadt in Hessen. Die nur geringfügig mehr als 10.000 Einwohner haben also reichlich Platz um sich breit zu machen. Wie ich darauf komme? Nun, ich selbst wohne im oberzenter Stadtteil Airlenbach, der selbst nach dortigen Verhältnissen noch abgelegen ist. Ohne die Häuser genau gezählt zu haben, dürften sie mengenmäßig in etwa mit denen auf einem Block von Welcome to (Benoit Turpin / Blue Cocker Games) vergleichbar sein. Nur mit viel mehr Platz dazwischen.



Dienstag, 2. April 2019

Flügelschlag


Die meisten Autoren dürften ihren ganz eigenen Weg haben, wie sie ein Spiel entwickeln. Wenn dazu allerdings Exceltabellen mit 596 Zeilen und fast 100 Spalten gehören, dann werde zumindest ich schnell nervös. Zumal in dieser Tabelle so „spannende“ Fakten wie Flügelspannweite, Gelegegröße und Nesttyp zu finden sind. Dennoch hat Elizabeth Hargrave es geschafft, aus diesen Daten und Fakten ein ganz besonderes Spiel zu entwickeln. Und schlussendlich überzeugt bei Flügelschlag (Feuerland) dann sogar das Thema. Auch wenn mir noch immer nicht ganz klar ist, in welche Rolle wir hier genau schlüpfen.





Donnerstag, 21. März 2019

Blöde Kuh


Vor Kurzem konntet ihr auf dieser Seite etwas über L.A.M.A. lesen, ein sehr simples und schnelles Kartenspiel, das mir allerdings etwas zu wenig Fleisch auf den Rippen hatte. Und was bietet sich da als Alternative an? So eine Blöde Kuh (Florian Racky / Drei Hasen in der Abendsonne) vielleicht? Schließlich geht es auch hier um Karten die keiner haben will und um Tiere die Minuspunkte bringen. Auch sonst sind durchaus Parallelen erkennbar, denn der Ärgerfaktor ist in beiden Spielen hoch.







Dienstag, 12. März 2019

Escape Dysturbia: Mörderischer Maskenball


Wer vor einigen Jahren geunkt hat, dass es sich bei den Escape-Spielen nur um einen kurzzeitigen Trend handelt, der dürfte inzwischen eines Besseren belehrt worden sein. Nicht nur, dass existierende Reihen von Exit über Unlock bis hin zu Escape Room sich einer ungebrochen hohen Beliebtheit erfreuen. Vielmehr buhlen immer weitere Verlage um die Gunst der Spieler und wollen ihr eigenes System am Markt platzieren. Dazu gehört nun auch der Homunculus-Verlag, der uns mit seinen Escape Spielen in die Stadt Dysturbia entführt, um dort Kriminalfälle zu lösen.

 

Donnerstag, 7. März 2019

Men at Work


Das Genre der Bauspiele gehört zu den absoluten Dauerbrennern, jährlich kommen mehrere neue Spiele dieser Art heraus. Entsprechend muss man sich als Verlag etwas einfallen lassen, will man aus der Masse herausstechen. In den vergangenen Jahren punktete etwa Menara mit seinem kooperativen Ansatz, Junk Art bot variable Punktewertungen. Nun kommt Men at Work (Rita Modl / Pegasus) und setzt spielerisch eher auf Bewährtes. Für Interesse sorgen hier stattdessen das herausragende Material und die großartige thematische Umsetzung. Etwas, dass bei Bauspielen eher selten der Fall ist.




Mittwoch, 27. Februar 2019

L.A.M.A.


Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass neue Spiele in der Szene eine gewisse Begeisterung auslösen. Gründe dafür sind nicht selten ein Berg von Material, dutzende Figuren und ein möglichst dickes Regelwerk. Ab und an führen aber auch kleine Kartenspiele bei vielen Spielern zu Freudensprüngen. So etwa vor einem Jahr bei The Mind oder zuletzt bei Belratti. Ein nagelneuer Vertreter der Sorte „Freudensprung“ scheint nun L.A.M.A. (R. Knizia / Amigo) zu sein, bewertete doch nicht zuletzt Udo Bartsch das kleine Spiel mit einem sehr seltenen „außerordentlich“.







Donnerstag, 21. Februar 2019

Forbidden Sky


Manchmal läuft es einfach nicht rund. Bereits 2010 verschlug es uns als Forscher auf eine „verbotene Insel“, wo wir mit den steigenden Fluten zurechtkommen mussten. Kaum entkommen, fehlte das Wasser auf der Suche nach der „vergessenen Stadt“ an allen Ecken und Enden. Und auch im dritten Teil der Reihe, „Forbidden Sky“ (Matt Leacock / Schmidt Spiele), macht man es uns nicht leicht. Denn auch diesmal bricht alles um uns herum zusammen, eine einzige Rakete verspricht die Flucht. Doch diese muss, wie sollte es anders sein, zuerst einmal mit Strom versorgt werden.





Dienstag, 12. Februar 2019

Architekten des Westfrankenreichs


Im Jahr 850 n. Chr. wollen wir unseren König beeindrucken indem wir Lehrlinge anheuern, Ressourcen sammeln und damit Gebäude errichten. Viel beliebiger kann ein Brettspielthema eigentlich kaum sein. Dennoch habe ich mich auf Architekten des Westfrankenreichs (Schwerkraft) gefreut. Denn der Autor Shem Phillips hat bereits mit Räuber der Nordsee bewiesen, dass er ein Gefühl für Worker-Placement-Spiele mit einem besonderen Kniff hat.







Mittwoch, 6. Februar 2019

Meeple Circus


Ich tue es. Und du tust es wahrscheinlich auch. Ich würde sogar fast so weit gehen zu behaupten, dass fast alle Spieler es tun. Wovon die Rede ist? Na, vom Bauen mit Spielmaterialien natürlich. Ob Türme aus Würfeln, Mauern aus Ressourcen oder Ketten aus Meeplen, ständig wird das Spielmaterial zweckentfremdet um während einer langwierigen Regelerklärung oder ewigen Zügen der Mitspieler die Zeit zu überbrücken. Doch damit ist nun Schluss. Denn Meeple Circus (Cédric Millet / Pegasus) erklärt den Bauwahn zum Selbstzweck.






Mittwoch, 30. Januar 2019

Belratti


Jedes Jahr zur SPIEL in Essen veranstaltet die Fairplay ein Scouting. Reihenweise Spieler sichten Spiele und bewerten diese auf einem Fragebogen. Das Ergebnis wird regelmäßig sowohl am Stand als auch über Twitter bekanntgegeben und von vielen Spielern sehnlichst erwartet. Zumeist finden sich auf der Liste komplexere Spiele oder zumindest Spiele für erfahrenere Spieler. Zu den Siegern der letzten Jahre gehörten etwa La Granja und Gaia Projekt. In diesem Jahr gewann Tudor die Abstimmung, was genau in diese Kategorie fällt. Über weite Strecken der Abstimmung lag aber ein anderes Spiel in Front: Belratti (Michael Loth / Mogel Verlag). Ein kleines und flottes Kartenspiel von einem kleinen und flott ausverkauften Verlag.




Mittwoch, 23. Januar 2019

Spirit Island


Wir Spieler sind es ja durchaus gewohnt, neue Gebiete zu kolonisieren und uns untertan zu machen. Und bislang verlief das, abgesehen von missbilligenden Blicken unserer Mitspieler, zumeist ungestraft. Bislang. Denn in Spirit Island (R. Eric Reuss / Pegasus) erleben wir nun auch einmal die andere Seite. Nun schützen wir die Insel vor den eindringenden Invasoren. Glücklicherweise sind wir dabei alles andere als wehrlos. Vielmehr sind wir als Naturgeister sogar sehr gut in der Lage, mit ein paar Endringlingen fertig zu werden. Doof nur, dass es sich selten nur um ein paar Invasoren handelt.





Mittwoch, 16. Januar 2019

Nah und Fern


Warum in die Ferne schweifen… fragte einst schon Goethe, wenn auch in leicht anderer Form. Nun, Goethe kannte wohl Nah und Fern (Ryan Laukat / Schwerkraft) noch nicht, sonst hätte er sich diese Frage sparen können. Schließlich warten hier in der Ferne häufig die spannendsten Geschichten und die lukrativsten Orte. 









Mittwoch, 9. Januar 2019

Roll for Adventure


Als alter Rollenspieler und Fan kooperativer Fantasy-Spiele bin ich schon in so manches Abenteuer gestürmt. Die Art und Weise unterschied sich dabei deutlich und reicht von Chocobos, über Kodos und Drachen, bis hin zu ganzen Sternenzerstörern. Ins Abenteuer gerollt bin ich dagegen noch selten, auch wenn ein ständig betrunkener Zwerg meiner D&D-Zeit ab und an kurz davor war. Glücklicherweise wetzen M. Dunstan und B. J. Gilbert diese Scharte nun aus. Denn bei Roll for Adventure (Kosmos) stürzen wir uns nur mit Hilfe einiger Würfel ins kooperative Abenteuer.