Mittwoch, 5. August 2015

Vorschau Essen 2015: Lookout Spiele


Lookout feierte in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. In diesen 1 1/2 Jahrzehnten beglückten die Berner uns mit Spielen wie Agricola, Suburbia oder zuletzt Patchwork. Bei dieser Liste von Perlen gibt es natürlich einen gewissen Ruf zu verteidigen. Und das macht man am besten, indem man einfach weitere Dauerbrenner auf den Markt wirft. Alleine die Autorenliste der kommenden Neuheiten lässt dabei Großes erahnen. Ob Rosenberg, Ohley, Pelikan oder Luciani, bekannte Namen lassen Vielspieler bereits voller Vorfreude auf Essen blicken.





1844/1854 (Helmut Ohley und Leonhard Orgler, 2 - 4 Spieler, 60 Minuten)


Im Jahr 1844 fuhr die erste Eisenbahn in der Schweiz, 10 Jahre später folgte Österreich diesem Trend. Grund genug, die historischen Ereignisse in Spielform umzusetzen. Bei dem Spiel von Helmut Ohley handelt es sich um eine Neuauflage des bereits 2003 erschienenen Spiels 1844. Das System basiert dabei auf 1835, einer Unterart der 18XX-Systeme. Um euch genau zu erklären was das bedeutet, solltet ihr aber besser einen Profi für die enorme Vielfalt der Eisenbahnwirtschaftssimulationen fragen. Ich kann euch allenfalls verraten, dass ihr auf einem Plan mit Hexfeldern Schienen baut, Aktien erwerbt und die historische Geschichte der Eisenbahn nachempfindet.






Grand Austria Hotel (Luciani und Gigli, 2 - 4 Spieler, 60 Minuten)


Als Hotelmanager verschlägt es uns in diesem Kennerspiel nach Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Unser anfänglich kleines Hotel bauen wir in Grand Austria Hotel stetig aus, locken Kunden an und werden so zur besten Adresse am Platz. Informationen über den genauen Spielablauf sind bislang noch spärlich zu finden. Klar ist, dass Würfel geworfen und auf verfügbare Aktionsfelder verteilt werden. Von dort können sie entfernt werden um die entsprechende Aktione mit dem Wert des Würfels durchzufühen.  
Die Autoren versprechen auf jeden Fall spannende Kost für Vielspieler.







Hengist (Uwe Rosenberg, 2 Spieler)


Ein Spiel von Uwe Rosenberg für 2 Spieler. Na, klingelts? Genau, im vergangenen Jahr beglückte uns der Autor von Bohnanza und Agricola mit Patchwork, dass in meinen Spielergruppen in Windeseile an die Spitze der 2-Personen Spiele kletterte (einfach mal hier nachlesen). Ob das neue Werk ähnlich erfolgreich wird, kann ich bislang natürlich noch nicht sagen. Zumindest thematisch spricht es mich aber auf jeden Fall schon einmal mehr an. Dabei verschlägt es uns in das 5. Jahrhundert nach Christus, wo wir auf der Jagd nach Schätzen übers Land ziehen. Passende Handkarten erlauben das passieren verschiedener Geländetypen, dichter Nebel lässt Teile der vor uns liegenden Ländereien im Dunkel. Gute Kundschafter sind also unerlässlich, um nicht auf unliebsame Überraschungen zu stoßen.





Isle of Skye (Andreas Pelikan und Alexander Pfister, 2 - 5 Spieler, 30-60 Minuten)


Genau genommen fällt Isly of Skye ja eigentlich nicht mehr in die Kategorie der Essen-Neuheiten, ist es doch inzwischen (ebenso wie Trambahn) im Laden erhältlich. Dennoch möchte ich das Spiel an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, weiß es doch optisch wie thematisch zu gefallen.  
Wie in einem klassischen Legespiel errichten die Spieler mittels Plättchen eigene Landstriche, füllen diese mit Whiskey-Fässern, Leuchttürmen und allerlei Vieh und kassieren dafür am Ende Punkte. All das auf einer schönen schottischen Insel. Bis hierhin klingt das noch nicht wirklich innovativ, Abwechslung versprechen aber die zusätzlichen Elemente. 
So ziehen die Spieler etwa gleichzeitig mehrere Plättchen, bestimmen geheim deren Preis und stellen sie im Anschluss zum Verkauf. Eine erfahrene Krämerseele ist hier sicherlich von Vorteil. Auch die Punktewertungen lassen Abwechslung versprechen, kommen doch in jeder Partie nur 4 der 16 Kategorien zur Anwendung. Die Regellektüre macht durchaus Lust auf mehr. Ich hoffe in den kommenden Wochen einen umfangreichen Test nachreichen und euch einen genaueren Einblick bieten zu können.



Trambahn (Helmut Ohley, 2 Spieler, 40 Minuten)


Neben Hengist hat Lookout direkt noch ein weiteres Spiel für 2 im Köcher, welches allerdings etwas früher (sprich: vor Kurzem) erscheint. Wirft man einen Blick auf den Autor überrascht das Thema dabei kaum, ist Helmut Ohley doch für seine Eisenbahnspiele bekannt. Diesmal wird es aber eine Nummer kleiner, verschlägt es uns doch zu den Anfängen der Münchner Straßenbahn. Diese mit Haltestellen, Bahnen und Passagieren zu versorgen ist unser Ziel. 
Dazu stehen uns Karten zur Verfügung die zugleich als Geld, Passagier, Schaffner oder Haltestelle fungieren. Um als erfolgreichste Straßenbahn-Gesellschaft in die Geschichte der Stadt einzugehen, müssen insbesondere Gäste in passende Reihen ausgelegt und zum bestmöglichen Zeitpunkt ausgewertet werden. Klingt ein wenig wie eine Eisenbahn-Variante von Lost Cities. Und da gibt es wahrlich schlechtere Vorbilder.




>>> Informationen zu weiteren Verlagen findet ihr in der Vorschau zur Spiel 2015 HIER.

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