Samstag, 4. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 2

So, auch Tag 2 der Messe in Nürnberg liegt inzwischen hinter mir. Zwar steht heute Abend noch das Bloggertreffen an, dennoch will ich die Zeit davor für einige weitere Eindrücke nutzen. Aktuell befinde ich mich dabei zwar eigentlich noch immer in Tag 1, aber dafür gab es da auch reichlich zu sehen. Also (und diesmal ohne lange Vorrede), hier einige weitere Eindrücke, Verlage und Neuheiten der Spielwarenmesse 2017.








Kosmos


Die ersten Impressionen neuer Brettspiele gehören in Nürnberg fast schon traditionell dem Kosmos Verlag, liegt dieser doch direkt am Eingang der ersten für Spieler relevanten Hallen. Und so haben wir auch in diesem Jahr wieder zuerst einige der dortigen Neuheiten entdeckt, auch wenn der Presse-Termin erst einige Stunden danach stattfand. Und ich falle hier dann gleich mal mit der Tür ins Haus und zeige die von meinen Mitspielern sehnlichst erwartete Neuheit: Drei neue EXIT-Boxen von Inka und Markus Brand. Natürlich gibt es nur die Cover zu sehen, ich will ja nicht spoilern (und habe darüber hinaus auch nicht mehr gesehen). Und das Beste: Für Herbst sind bereits zwei weitere Boxen angekündigt. Für Rätselfreunde wird es also nicht langweilig.


Doch auch neben weiteren Exit-Boxen hat Kosmos einige spannende Spiele im Programm. Dazu gehört sicherlich auch das 2-Personen Spiel Holmes, bei dem sich der namensgebende Detektiv mit seinem Wiedersacher Moriarty auseinandersetzen muss. Hinweise sammeln, Spuren verwischen und Beweise vernichten versprechen auf jeden Fall viel Spaß.


Viel Spaß machte auch bereits 5-Minute Dungeon, zumindest beim Zuschauen. Denn in diesem sehr hektischen und kooperativen Kartenspiel prügeln wir uns gemeinsam durch eine Horde von Monstern. Dazu müssen wir stets zu den Gegnern passende Handkarten ablegen, können aber auch unsere besonderen Fähigkeiten oder Sonderkarten nutzen. Eine gute (und schnelle) Absprache ist für den Sieg unerlässlich.


Mag-O-Mag richtet sich dagegen eher an ein etwas jüngeres Publikum. Jeweils zwei Spieler navigieren dabei durch ein Labyrinth, das aber leider nur einer davon sieht. Dieser muss seinem Kollegen auf der Rückseite des Plans Anweisungen geben. Punkte gibt es dabei für Schnelligkeit und verschiedene Felder, mehrere Pläne versprechen Abwechslung.






So, kommen wir zu The Walking Pet. Und hören direkt auch wieder auf. Denn leider kann ich absolut gar nichts zu den Spielmechanismen sagen. Aber dafür zu den Grafiken. Denn die orientieren sich alle an verschiedenen Filmklassikern und sind wirklich klasse anzuschauen. Versucht euch doch mal selbst und seht, welche Filme ihr findet.




Blackfire


Eine etwas überschaubarere aber dennoch durchaus spannende Auswahl hat Blackfire zu bieten. Denn die Neuheit King's Will von Hans-Peter Stoll dürfte auch für erfahrenere Spieler eine Herausforderung sein. Dabei fallen insbesondere zwei Aspekte auf. Einerseits die geheimen Ziele, für die wir Siegpunkte bekommen. Auch wenn wir hier nach und nach an Informationen kommen können, wissen wir nie ganz genau, welche der vielfältigen Siegpunkteoptionen im Spiel sind. Und dann werten wir noch nicht mal Alles, sondern nur das, was wir auch aktiviert haben. Darüber hinaus betsimmt eine Aktionsleiste, welche Aktionen gerade zur Verfügung stehen. Über diese Manipulieren wir obendrein (in Grenzen) das Spielende. Das Spiel soll im März oder April erscheinen.



Abacusspiele


Abacusspiele hat natürlich auch in diesem Jahr wieder einige Kartenspiele im Programm, auf die ich an dieser Stelle aber gar nicht näher eingehen will, würde das doch irgendwann den Rahmen sprengen. Viel spannender fand ich die beiden großen Neuheiten. Und dazu gehört NMBR 9, was seit Kurzem bereits käuflich zu erwerben ist. In diesem recht flotten Spiel stapelt jeder Spieler Zahlen und bekommt dafür mehr Punkte je höher die Zahl liegt. Allerdings dürfen dabei keine Hohlräume entstehen und über die untere Ebene hinaus darf auch nicht gebaut werden. Klingt auf jeden Fall interessant und gut geeignet als flottes Spiel zwischendurch.


Leider noch nicht in den Regalen aber für die nächsten Monate angekündigt ist Century Die Gewürzstraße, das auf den ersten Blick insbesondere durch das Material besticht. Metallmünzen und kleine Schälchen für die Würfel sind ja nicht in jedem Spiel zu finden. Doch auch spielerisch klingt das Werk spannend. Über Arbeiterkarten (untere Reihe) sammeln wir nach und nach Gewürze, werten diese auf und erwerben Punktekarten (oben). Allerdings wollen auch die Arbeiter zuerst bezahlt werden, wandern dann aber permanent in unser Deck. Wer sich hier eine passende Kette zusammenstellt, der dürfte klar im Vorteil sein. Ich freue mich auf jeden Fall darauf.



Lego


OK, das ist jetzt irgendwie so ein bisschen geschummelt. Denn Tag 2 begann bei uns tatsähclich mal nicht mit Brettspielen sondern mit einem Rundgang durch den Lego-Tunnel. Allerdings sind Fotos dort leider nicht gestattet. Doch zumindest den Außenbereich konnte ich ablichten, was ich euch nicht vorenthalten will.




Ravensburger


So, genug herumgeblödelt. Zeit, wieder ernst zu werden. Und da kommt mir Ravensburger doch gerade recht. Denn immerhin haben die ja... Crazy Race im Programm. Und ein Spiel, bei dem Elefanten, Gazellen und Esel verschiedene Fahrzeuge eine Renstrecke entlang ziehen, das kann man ja fast nur ernst nehmen. Und dabei wechselt das tierische Personal auch noch ständig und bietet verschiedene Vorteile. So kommt ein Elefant zwar sehr langsam voran, läuft aber am Ende noch eine ganze Weile weiter und gewinnt so eventuell sogar noch.


Wie Crazy Race ist auch das Scotland Yard Kartenspiel bereits erschienen, dass sich in einigen wichtigen Punkten von seinem Brettvorgänger unterscheidet. Denn einerseits wissen wir zu Beginn gar nicht, wer Mister X ist, und müssen das erst noch herausfinden. Und andererseits kann der mit etwas Glück dann einfach mal die Rolle tauschen und die Suche geht von Vorne los. Klingt auf jeden Fall spannend, ich freue mich auf meine erste Runde.



Zum Abschluss wird es dann doch noch mal etwas ernster. Denn El Dorado von Reiner Knizia richtet sich an erfahrenere Spieler. Im Wettlauf um die goldene Stadt müssen wir dabei unser Kartendeck aufwerten, günstige Strecken erkennen und im richtigen Moment auch noch die passenden Karten auf der Hand haben. Dank variabler Strecken und Schwierigkeitsgrade kann das Spiel sehr schon an die aktuellen Wünsche angepasst werden.


So, das wars dann für heute. Der Bloggerabend ruft und so langsam bekomme ich Hunger. Aber damit ihr auch Morgen wiederkommt, habe ich mir einige der größeren Verlage einfach mal noch aufgehoben. Freut euch also auf Asmodee, Pegasus, Amigo und viele weitere spannende Neuheiten. Und wer nicht warten will, der findet HIER meinen Bericht zu Tag 1 oder HIER den Text von Christoph. Viel Spaß dabei.





Kommentare:

  1. Hi Tim,

    entweder ist das die Vorfreude oder Essen ist dieses Jahr sehr früh (siehe Dein Einleitungssatz...;-)
    LG,
    Daniel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ähm... *hüstel* Keine Ahnung was genau du meinst *pfeif*

      Danke :)

      Löschen