Dienstag, 7. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 4 / Fazit

So, wir nähern uns so langsam dem Ende. Insgesamt 4 Berichte, geschätzt 2 Dutzend Verlage mit wohl nicht viel weniger als 100 Neuheiten und viele viele Treffen, Gespräche und Führungen. Auch wenn Nürnberg mal wieder viel Stress war, hat es auch in diesem Jahr wieder enorm viel Spaß gemacht. Doch bevor ich zum eigentlichen Fazit der Messe komme, bleiben noch die übrigen Verlage und deren Neuheiten. Und mit Asmodee und Iello habe ich mir da zwei sehr spannende Berichte für den Schluss aufgehoben. Solltet ihr die bisherigen Teile allerdings verpasst haben, lege ich euch diese vorher noch ans Herz:

TEIL1 / TEIL 2 / TEIL 3




Asmodee


Den Beginn mache ich heute mit Asmodee, die mal wieder einen großen Berg an Neuheiten auffahren. Da das Sortiment inzwischen auch noch um die Werke des Heidelberger Spieleverlages erweitert wurde, sprengt selbst ein grober Überblick fast den Rahmen.. Auf einige Ankündigungen will ich dennoch eingehen. Und worauf ich mich persönlich am meisten freue, das war zumindest in Form eines Plakates zu sehen: Pandemic Legacy Season 2. Mehr zu sagen gibt es eigentlich noch nicht, außer das aktuell eine Veröffentlichung spätestens zur SPIEL 2017 geplant ist.



Deutlich schneller in Händen könnt ihr die neue Erweiterung zu TIME Stories halten. Mit der Endurance-Expedition verschlägt es die Spieler dabei ins ewige Eis, wo sie einmal mehr vor vielfältigen Aufgaben stehen. Darüber hinaus gab es durchaus auch Hinweise auf einige weitere Fälle, über Lumen Fideo (den bereits angekündigten nächsten Teil) hinaus. Wir haben also noch einiges zu erwarten.



Mit Unlock hat Asmodee (und die Space Cowboys) nun auch ein Spiel zum Trendthema Escape-Room auf den Markt gebracht. Von vergleichbaren Werken unterscheidet sich das Spiel dabei insbesondere dadurch, dass es durch eine App unterstützt wird. Der große Vorteil davon ist, dass Unlock beim Spielen nicht zerstört wird. Ansonsten konnten wir vor Ort schon mal ein kurzes Intro anspielen, was richtig Lust auf mehr gemacht hat. Eine Besprechung sollte also eigentlich nicht lange auf sich warten lassen.



Auch dem zweiten Trend, erfolgreichen Spielen eine Umsetzung für Kinder zu spendieren, konnte sich Asmodee nicht entziehen. Und in diesem Fall bedeutet das Zug um Zug Meine erste Reise. Das Besondere ist dabei, dass die Kinder nicht auf die Jagd nach Siegpunkten gehen, sondern eine bestimmte Zahl an Strecken bauen müssen. Und auch das Material ist natürlich deutlich kindgerechter.



Yamatai klingt spielerisch eher klassisch, fiel aber durch das sehr schöne Holzmaterial auf. Im neuen Spiel von Bruno Cathala errichten wir eine Stadt, sammeln Rohstoffe und handeln um seltene Materialien.



Eine echte kooperative Herausforderung stellt das Arkham Horror Kartenspiel dar. Ähnlich wie im Herr der Ringe Kartenspiel bekommt dabei jeder Ermittler ein Kartendeck (oder stellt es nach seinen Wünschen zusammen) und versucht damit, verschiedene Mysterien zu lösen. Gemeinsames Vorgehen ist dabei von essentieller Bedeutung. Als großer Fan des HdR-Kartenspiels kann ich meine erste Partie jedenfalls kaum noch erwarten.



Auch in Fireteam Zero müssen sich die Spieler gemeinsam einer großen Zahl von Herausforderungen stelle. Und auch hier wird unser Held mittels eines Kartendecks gesteuert. Allerdings enden hier auch schon die Ähnlichkeiten zu Arkham Horror, kommt das Spiel doch mit haufenweise Figuren und einem Berg an Material. Persönlich freue ich mich darüber hinaus sehr auf die angekündigte Charakterentwicklung zwischen den Abenteuern.



So, den dicksten Brocken habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Denn das kommende Runewars Miniaturenspiel ist genau das. Eine opulente Ausstattung, komplexe Regeln und ordentlich Spieltiefe. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine Art Tabletop-Spiel. Ihr führt also verschiedene Armeen ins Feld die in Einheiten organisiert sind und alle über individuelle Eigenschaften verfügen. Und wie in einem echten Tabletop kommen die Figuren leider nicht ganz so hübsch wie auf dem Bild daher sondern sind in modischem Grau gehalten.




Iello


So, bevor ich mit meinem Messebericht langsam zum Ende komme, muss ich hier noch dringen einen Leserwunsch erfüllen. Denn Bunny Kingdom von Iello wurde zwar bereits im vergangenen Jahr vorgestellt, scheint aber dennoch sehnlichst erwartet zu werden. Und das kann ich durchaus verstehen, denn optisch hat das Spiel tatsächlich noch einmal einen Sprung nach Vorne gemacht. Nicht nur die Hasen, auch die Festungen und die Grafiken sehen klasse aus. Doch auch spielerisch machen bisherige Erklärungen absolut Lust auf mehr. Aus über 200 Karten draften wir über mehrere Runden unsere Hand zusammen und bringen damit Hasen auf das Brett, errichten Türme oder spielen Siegpunktekarten aus. Selbige bekommen wir am Ende auch für möglichst große Gebiete mit eigenen Hasen. Dabei werden Rohstoffe auf den Feldern mit Turmspitzen multipliziert.



Aktuell noch als Prototyp konnten wir auch einen Blick auf Mountains of Madness werfen. gemeinsam müssen wir hier eigentlich nur einige Aufgabenkarten erfüllen, indem wir eine passende Zahl an Waffen, Nahrung oder Ausrüstung abwerfen. Bei ordentlicher Absprache kein Problem. Dumm nur, dass wir alle langsam wahnsinnig werden. Und so weigern sich irgenwann die ersten Spieler genaue Zahlen zu sagen, reden nur wenn sie gerade niemand anschaut oder schreien jedes zweite Wort. Also eigentlich fast wie ein normaler Familienausflug.



Mit Arena for the Gods! kommen wir nun zum Ende. Und da können wir uns noch mal so richtig austoben. Denn als Helden treten wir in der Arena gegeneinander an, indem wir verschiedene Karten (Waffen, Zauber, Tiere, Rüstungen) bestmöglich nutzen. Dazu stehen uns Würfel zur Verfügung die allerlei Optionen ermöglichen. Viel Abwechslung versprechen dabei die große Zahl an Karten und unterschiedliche Helden.



Das Ende


So, das war's. Ich hoffe ich konnte euch in den vergangenen Tagen einen kleinen Einblick in die Spielwarenmesse ermöglichen. Doch auch wenn der Eindruck hier vielleicht ein anderer war, stehen in Nürnberg tatsächlich weniger die Spiele als vielmehr die Begegnungen im Vordergrund. Und so möchte ich mich in diesem Jahr einmal recht herzlich bei all den Verlagsvertretern, Redakteuren und Bloggern bedanken, die sich immer wieder die Zeit für kurze (oder längere) Gespräche genommen haben. Gerade diese Begegnungen und die netten Gespräche lassen mich bereits jetzt wieder auf nächstes Jahr freuen. Darüber hinaus war mein persönliches Highlight natürlich auch die Vergabe des ersten Beeple-Awards an First Class von Hans im Glück. Ganz allgemein haben wir viele lobende Worte und eigentlich nur positives über Beeple gehört, was uns darin bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Natürlich gab es auch einige spielerische Highlights, die uns in den kommenden Wochen und Monaten erwarten. Ich habe zumindest mal meine persönlichen Top 5 herausgesucht, die ich hier in alphabetischer Reihenfolge benennen möchte:

  • 5-Minute Dungeon (Link)
  • Century Die Gewürzstraße (Link)
  • NMBR9 (Link)
  • Unlock (Link)
  • Valletta (Link)


So, das war's dann für dieses Jahr. Solltet ihr die ersten Teile verpasst haben, könnt ihr das hier noch nachholen. Ansonsten werde ich mich jetzt mal ans Spielen machen, es gibt doch einiges Neues zu sehen.

Auch anderer Seiten haben über die Messe berichtet:


Zum Abschluss noch einige Impressionen:













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