Samstag, 4. Februar 2017

Spielwarenmesse 2017: Teil 1

Seit 1950 findet in Nürnberg jährlich die Spielwarenmesse statt. Mit über 2.800 Ausstellern, mehr als 75.000 Neuheiten und Besuchern aus 120 Ländern gehört die Messe zu den wichtigsten Ereignissen der Spielwarenbranche weltweit. Und seit dem vergangenen Jahr gehöre auch ich nun endlich zu den  regelmäßigen (ja, zweimal nacheinander ist auch regelmäßig) Besuchern. Wie schon im vergangenen Jahr bin ich dabei wieder mit Christoph von der Brettspielbox (HIER) unterwegs. Und wie schon im vergangenen Jahr ist unser Terminplan natürlich wieder voll bis obenhin. Und das, obwohl es hier eigentlich noch gar nicht so viel zu spielen gibt. Denn anders als etwa in Essen richtet sich die Spielwarenmesse vielmehr an Verlage und Händler, spiele testen oder gar kaufen ist fast nicht möglich. Und dennoch gibt es viel spannendes zu sehen, stellen doch viele Verlage bereits ihr Frühjahrsprogramm vor. Und damit soll es auch genug der Vorrede sein, schließlich ist es doch genau das worauf ihr wartet. Also bitte...

Bereits am Freitag standen bei uns viele Verlage auf dem Programm, ist es doch am Wochenende häufig schwer, noch Termine zu bekommen. Also waren wir auch schon früh vor Ort um all die Besuche irgendwie unter einen Hut zu bringen. Den Start machte dabei, wie schon im vergangenen Jahr, Queen Games. 


QUEEN GAMES


Der Troisdorfer Verlag hat auch in diesem Jahr wieder ein recht umfangreiches Sortiment an Spielen für fast aller Altersklassen und Spielertypen auf Lager. Ganz klar an erfahrenere Spieler richtet sich dabei Templars' Journey. Mittels nur sechs verschiedener Karten schicken wir unsere Ritter auf den auf den Kreuzzug in Jerusalem. Allerdings müssen wir dabei stets entscheiden, welche der sechs Karten wir verwenden. Denn auch wenn einige davon lukrativer sind als andere, fällt die Beute doch sehr mickrig aus, wenn ein anderer Spieler die gleiche Karte wählt. Und ganz nebenbei sollten wir noch darauf achten, aus welcher Stadt der Papst seine Ritter als nächstes Rekrutiert. Denn nur wenn wir dort ordentlich vertreten sind, schhlägt sich das auch in den Punkten nieder.



Auch Solaris dürfte im aktuellen Sortiment von Queen Games eher zu den etwas komplexeren Spielen zählen. Denn auf der namensgebenden Raumstation gibt es so viel zu tun, dass man schnell den Überblick verliert. Klar ist, dass wir Energie in die Mitte der Station befördern sollten. Dabei helfen uns die Module darum herum, mit denen wir Energie erzeugen, verschieben oder benötigte Shuttles herbeirufen. Natürlich können wir all das umso besser, je mehr Energie wir bereits in einer Station haben.





Wer nach all diesem Stress etwas ausspannen will, der kann sich bei High Tide schön an den Strand legen. Und natürlich am besten direkt am Wasser. Und natürlich ganz ohne nass zu werden. Denn nur so gibt es Punkte. Also immer schön Würfel ziehen und die eigenen Liegen entsprechend nach vorne bewegt. Schön nah, aber eben nicht zu nah. Und wenn die Würfel gar nicht passen, dann ziehen wir halt neu. Und wem das nicht genug Stress ist, der pakt per Modul noch eine Bar, Haie oder Surfer dazu. Alles richtig entspannt also.



So, nachdem sich jetzt alle wieder ausgeruht haben, kann es ja noch mal hektisch werden. Und zwar so richtig. Denn Tip Tap ist die Neuauflage von TohuWabohu und verspricht eine ordentliche Dosis Adrenalin. Im Basisspiel müssen wir eigentlich nur passende Teile zu aufgedeckten Karten finden. Alles ganz einfach. Zumindest bis die Teile umgedreht werden und nun alle schwarz sind. Oder wir greifen direkt zu den Negativen, um ja keinen Überblick mehr zu haben.





So, genug Stress für heute. Bleibt noch das Kinderspiel Worm Party. Einfach nur Würmer der passenden Farbe sammeln und gewinnen. Doch dazu müssen wir erst mal erraten, in welchen Becher die Mitspieler ihre Finger gesteckt haben. Und das ist, dank des gelungenen Unterbaus, gar nicht so einfach.









Hans im Glück

Nach Queen Games stand für uns ein ganz besonderer Programmpunkt auf dem Plan. Denn während unseres Besuches bei Hans im Glück konnten wir erstmals den Beeple Award für First Class verleihen. Wer gerade keine Ahnung hat wovon ich rede, der schaut einfach mal HIER vorbei. Da hierzu in Kürze noch etwas mehr auf Beeple folgen wird, beschränke ich mich an dieser Stelle einfach mal auf ein Foto. Ich bin übrigens der leicht desinteressiert wirkende Typ ganz rechts.



Alternativ könnt ihr euch auch einfach das klasse Video von Spiel doch mal...! (HIER) zur Preisverleihung anschauen:  



Und um das Thema First Class zum Abschluss zu bringen, hier auch gleich noch eine kleine Neuhigkeit. Denn Verlag und Autor scheinen bereits an einer kleinen Mini-Erweiterung zu basteln. Mit etwas Glück können wir also in Essen ein neues Modul in Händen halten.


Natürlich haben wir die Zeit auch genutzt, um uns die Neuheit von Hans im Glück noch anzuschauen. Und Valletta macht dabei einen durchaus spannenden Eindruck. Von einem anfänglichen Kartendeck aus acht Karten spielen wir jede Runde drei aus. Zu Beginn natürlich bevorzugt jene, die Rohstoffe bringen. Haben wir davon genug, bauen wir eines der ausliegenden Gebäude und packen den entsprechenden Handwerker in unser Deck. Dabei lohnt es sich, Gebäude benachbart zu eigenen Bauwerken zu bauen oder darauf zu achten, wo sich die neutrale lila Figur gerade befindet. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, das Deck zu verschlanken. Da nach dem Einleiten des Spielendes aber noch einmal das gesamte Deck gespielt wird, kann dies durchaus auch von Nachteil sein.





Morning

Etwas ausgefallener wurde es direkt danach bei Morning. Denn mit Kill The Unicorn hat der französische Verlag ein etwas ausgefalleneres Werk im Programm. Anders als die rosa Farben und das allgemein knuffige Auftreten suggerieren, versuchen wir hier tatsächlich Einhörner zu ertränken oder in Speerfallen zu schubsen. Und das in einem Familienspiel. In Bälde startet dann auch die Kickstarter-Kampagne und wir werden sehen, wie viele verkappte Einhörnjäger sich hier herumtreiben.



Ikan ist (im Vergleich mit mordlüsternen Einhornjägern) recht harmlos. Immerhin schubsen wir ja nur einen kleinen wehrlosen Knaben in ein tödliches Labyrinth. Und dass der sich den Plan nur kurz anschauen darf und danach quasi blind navigieren muss, macht es nicht viel besser.




Bleibt zuletzt Kumo, das mehr oder wneiger abstrakte Duell der Sumos. Dabei müssen wir eine Säule auf des Gegners Seite aus dem Ring schubsen. Doof nur, dass der sich ständig dreht. Und unsere Sumo-Würfel dürfen auch nur Aktionen ausführen, die aktuell oben liegen. Also erst Würfel drehen, laufen, dann drehen und springen und dann... ach Mist.




So, das soll es für heute erst mal gewesen sein. Zwar haben wir bereits einige weitere Verlage besucht, das Bett schreit aber immer lauter. Und Morgen ist ja auch noch ein Tag... an dem ich Abends bestimmt viel fitter bin. Wer aber nicht so lange warten kann, der findet bei der Brettspielbox (HIER) ebenfalls eine kleine Zusammenfassung.

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