Freitag, 15. Dezember 2017

BONK



Mit KLASK (HIER) konnte Game Factory im vergangenen Jahr einen kleinen Überraschungserfolg landen. Das Spiel schaffte es nicht nur auf die Tische vieler Spieler, sondern auch auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres. Entsprechend überrascht es wenig, dass mit BONK (David Harvey) direkt ein Nachfolger in den Startlöchern steht. Doch auch wenn sich zwangsläufig einige Parallelen aufdrängen, bietet BONK wieder einiges Neues. Und dazu gehört sicherlich in erster Linie das Teamspiel, treten wir doch im Optimalfall stets im Zwei gegen Zwei an.



Kugel gegen Kugel
Da BONK als Teamspiel konzipiert ist, nimmt bei einer Partie zumeist ein Spieler an jeder Ecke des Holzbretts Platz. Zu Beginn befinden sich dort, neben Startrampen, jeweils drei kleine Metallkugeln. Auf ein gemeinsames Startsignal hin (alle Spieler klatschen sich ab), schießen wir mit diesen Kügelchen auf eine etwas größere Holzkugel in der Brettmitte. Ziel sollte es sein, diese ins Tor auf der gegnerischen Seite zu bugsieren. Denn wem dies oft genug gelingt, der gewinnt das Spiel. 



Mehr als nur wildes Ballern
Die grundlegenden Regeln sind damit geklärt, warum das Spiel so viel Spaß macht vielleicht noch nicht ganz. Denn in der ersten Partie ballern wir eigentlich alle wie wild auf die Holzkugel und hoffen das Beste. Nach einigen Partien wird das Ganze aber zunehmend strategischer. So behält etwa der Gegner verschossene Stahlkugeln für die nächste Runde. Wer also zu wild ballert, der steht bald fast ohne Munition dar. Und da das Gelände leicht abschüssig ist, kann man sich manchmal durchaus auch Zeit lassen. Auch das Teamspiel kann verfeinert werden. Kommt man sich hier zu Beginn oft sogar in die Quere, bilden sich mit der Zeit Strategien heraus. So geht etwa ein Spieler in den Angriff, der andere verteidigt. Auch Trickschüsse sind mit etwas Übung möglich, wodurch die Holzkugel etwa direkt vor dem Tor noch abgefangen werden kann. So kommen Emotionen auf, so macht BONK richtig Spaß.

Fazit
Dass das Teamspiel bei uns sehr gut angekommen ist, dass dürfte der vorherige Abschnitt bereits gezeigt haben. Anders als der erste Eindruck suggeriert, ist BONK dann eben doch einiges mehr, als nur eine wilde Ballerei. Nicht nur die eigenen Fähigkeiten, auch das Teamspiel will verfeinert werden. So gewinnt BONK tatsächlich mit steigender Erfahrung an Reiz und sorgt für reichlich Emotionen am Tisch. In dieser Form ist es ein absolut würdiger Nachfolger zu KLASK.

Leider trifft die aber in erster Linie für das Teamspiel zu. Zu zweit verliert es dagegen spürbar an Reiz. Auch wenn ein taktisches Spiel durchaus noch möglich ist, bietet BONK hier einfach zu wenig und verliert nach einigen Partien schnell seinen Reiz. KLASK ist hier um Längen besser und emotionaler.

Dennoch möchte ich BONK auf keinen Fall missen und auch meine Mitspieler rufen stetig nach mehr. Zumindest dann, wenn wir genau vier Spieler sind.

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