Donnerstag, 21. Januar 2016

Flying Kiwis



Über 10.600 Vogelarten sind weltweit bekannt. Gerade einmal 40 davon sind flugunfähig. Was liegt also näher, als bei einem Spiel über umherfliegende Vögel auf eine jener wenigen Arten zurückzugreifen? Und dann auch gleich noch auf den Kiwi, der aufgrund seiner wenig aerodynamischen Form auch nicht den Eindruck erweckt, jemals Interesse an Flugfähigkeit entwickeln zu können. Zumindest in rudimentärer Form muss er diese in Flying Kiwis (Frank Bebenroth und Marco Teubner / HUCH! & friends) dennoch unter Beweis stellen. Denn abgeschossen aus einem Katapult sind die Optionen doch sehr überschaubar.

Trotz aller Bemühungen landen die Kiwis auch nach dem Katapult-induzierten Start schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen. Da der Schlüssel zum Sieg aber nicht in der zurückgelegten Strecke sondern in der zielgerichteten Landung liegt, verspricht dies dennoch reichlich Spaß.


Die Startrampe
Zu Beginn darf erst einmal jeder Spieler seine eigene kleine Pappstartrampe zusammenbasteln während in der Mitte die Box mit insgesamt 16 quadratischen Zielfeldern platziert wird. Nur noch eine Hand voll Kiwis (bunte Pappscheiben) an alle Teilnehmer verteilt und schon kann das wilde Schnipsen beginnen. Denn auf ein Startsignal hin feuern alle Spieler zugleich und so schnell wie möglich ihre Kiwis ab und versuchen dabei, die Box in der Mitte zu treffen. Scheiben die am Ziel vorbei segeln dürfen erneut aufgenommen werden, ein chaotisches und wildes Spielerlebnis ist also garantiert.


Gelungene Landung
Was genau bezwecken wir nun aber mit dieser wilden Schnipserei? Nun, in erster Linie natürlich das Spiel zu gewinnen. Und dazu müssen wir nur 4 unserer Scheiben in einem Quadrat anordnen, wobei sie stets oben liegen müssen. Kommt also ein Spieler in die Quere und befördert eine eigene Scheibe auf unsere, zählt diese nicht mehr. Entsprechend ist es nicht ungewöhnlich, dass allen Spielern vorher die Kiwis ausgehen. Auch dann endet das Spiel und es tritt die zweite Siegmöglichkeit in Kraft. Nun zählt jeder Spieler, wie viele Scheiben er in „seinen“ Stapeln hat, jenen also, auf denen ein eigener Kiwi zuoberst liegt. Unabhängig vom Ende dauert eine Partie nur wenige Minuten, Zeit für eine Revanche ist also immer.


Fazit
Obwohl sich Flying Kiwis eher an jüngere Spieler richten dürfte, weiß das unterhaltsame Prinzip auch in reinen Erwachsenengruppen zu überzeugen. Schnell verstandene Regeln, ein flotter Aufbau und zugleich kurze und kurzweilige Partien locken einfach immer wieder an den Tisch. Auch das Material überzeugt. Obwohl die Katapulte nur aus dicker Pappe und einem handelsüblichen Gummi bestehen, konnte ich bisher noch keine Verschleißerscheinungen feststellen. Entsprechend kann Flying Kiwis fast durchweg überzeugen und ist als Auflockerung für Zwischendurch wunderbar geeignet.

Auf den ersten Blick recht ähnlichen ist dabei Crazy Coconuts, wo der Aufforderungscharakter durch das Material allerdings höher sein dürfte. Das Spiel um Affen und Kokosnüsse ist dabei nicht ganz so chaotisch und etwas kontrollierbarer, in Flying Kiwis verteilen sich die Wurfgeschosse deutlich weitläufiger in der näheren Umgebung. Ihre Daseinsberechtigung haben auf jeden Fall beide Spiele.

Damit ist Flying Kiwi sowohl für Kinder als auch für Erwachsene zu empfehlen, wenn man etwas für den kleinen Spaß zwischendurch sucht.



Diese Rezension ist ein Beitrag zur Blogparade von LocaFox. Das Unternehmen spendet jedes im Rahmen der Aktion vorgestellte Spiel an eine gemeinnützige Organisation. Nähere Informationen zur Blogparade und dem Unternehmen findet ihr HIER. Wer selbst einen Blog hat und teilnehmen möchte, hat noch bis zum 31. Januar Zeit.

Bleibt noch, mich für die sehr schöne Aktion zu bedanken. Das Exemplar von Flying Kiwis bitte ich, an folgende Einrichtung zu senden:

Alois-Wissmann-Schule
Sankt-Rochus-Str. 6
74722 Buchen

Kommentare:

  1. Danke für die Spielanleitung. Ich finde das Spiel sehr geeignet für Familienabende, was meinst du dazu?

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  2. Absolut, ja. Allerdings eher für zwischendurch, einen ganzen Abend kann man damit eher nicht füllen.

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