Freitag, 4. März 2016

Justice League: Hero Dice - Batman / Superman



Superhelden. Bereits seit Jahren dominieren wackere Männer und Frauen in bunten Strumpfhosen und wehenden Capes Kino und Fernsehen. Und auch 2016 ist kaum damit zu rechnen, dass dieser Trend ein Ende findet. Und so ist es nur folgerichtig, dass die wackeren Streiter auch die Tische von uns Brettspielern erobern. Im Falle von Justice League Hero Dice (Andreas Schmidt / Heidelberger Spieleverlag) bekommt jeder Held sogar seine eigene Box, die jeweils Material für einen Spieler enthält. Und den Anfang machen Batman und Superman.

Im kooperativen Justice Dice bekämpfen wir alleine oder gemeinsam (sofern mehrere Boxen vorhanden sind) allerlei bekannte Schurken. Dazu stehen uns einerseits Würfel und andererseits diverse Karten und Sonderfähigkeiten zur Verfügung. Und während die Grundregeln für alle Helden gleich sind, unterscheiden diese sich doch wesentlich in ihren Würfeln und Fähigkeiten.


Angriff der Superschurken
In Justice League beschützen wir gemeinsam eine der bekannten Städte (etwa Gotham City oder Metropolis) vor einer Schaar wildgewordener Superschurken (von Lex Luthor bis zum Pinguin). Diese kommen in Form von Karten daher und weisen allesamt einen Stärkewert sowie verschiedene Fähigkeiten auf. Jede Runde versuchen einige dieser Superschurken in die Stadt vorzurücken, wo wir sie bekämpfen sollten. Sind wir dabei zu langsam, werden wir überrannt und die Schurken verwüsten die Stadt. Geschieht dies zu oft, werden wir mit Minuspunkten bestraft. Und genau jene Punkte geben am Ende an, wie gut wir uns geschlagen haben. Wie genau wir nun aber gegen die Schurken vorgehen, das variiert von Held zu Held.


Batman
In der Box der übergroßen Fledermaus befinden sich vier schwarze und drei graue Würfel. Auf diesen finden sich Batsymbol, Batmobil und Verwundungen. Jede Runde kann Batman nun alle Würfel werfen und im Anschluss Würfel einer Farbe herauslegen, sofern in der entsprechenden Farbe ein Batmobil gewürfelt wurde. Dieses Prozedere wird wiederholt, bis das Ergebnis passt oder kein Batmobil mehr gewürfelt wurde. Nun werden alle gewürfelten Wunden von den Batsymbolen abgezogen und die Differenz einem Feind als Schaden zugefügt. Obendrein verfügt der Rächer der Nacht noch über mehrere Sonderkarten die etwa Zusatzschaden verursachen oder erneutes Würfeln erlauben.


Superman
Superman hat dagegen nur 6 Würfel zur Verfügung. Einen Roten, zwei Gelbe und drei Blaue. Nach jedem Wurf müssen alle Würfel einer Farbe herausgelegt werden. Besonders spannend sind dabei Supermansymbole, deren Anzahl am Ende den Schaden angibt. Allerdings nur, wenn gewürfelte Kryptonitsymbole mittels Hitzeblick oder Kälteatem neutralisiert wurden. Und natürlich verfügt auch der Mann aus Stahl über mehrere Karten, wodurch etwa der Hitzeblick bei benachbarten Feinden Schaden verursacht oder ein Würfel beliebig gedreht werden darf.


Die Justice League wächst
Wie bereits vorab erwähnt unterscheidet sich Justice Dice grundlegend von anderen Spielen. Denn wer die Box eines Superhelden erwirbt, kann damit ausschließlich alleine Spielen. Wer im Team vorgehen will, der benötigt mindestens eine zweite Box. Und im Sommer soll die entsprechende Auswahl weiter anwachsen, Flash und Green Lantern stehen bereits in den Startlöchern und auch Wonder Woman und Aquaman wurde angekündigt. Damit erinnert das Spiel zwar etwas an aktuelle Sammelkartenspiele, die Menge der Erweiterungen ist aber überschaubar. Und obendrein bieten zumindest die ersten beiden Boxen ein deutlich unterschiedliches Spielgefühl und zugleich hochwertige und grundverschiedene Würfel.

Fazit
Obwohl Justice League: Hero Dice zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich noch in der Entstehung begriffen ist, macht das Spiel bereits wirklich Spaß. Die schnell zu verstehenden Regeln und der flotte Spielverlauf machen aus den Boxen den perfekten Zeitvertreib für Zwischendurch. Bekannte Schurken und Fähigkeiten sorgen darüber hinaus bei Comicfans für Stimmung und auch das Material kann durchweg überzeugen. Für Abwechslung ist ebenfalls bereits gesorgt, beide Helden spielen sich deutlich unterschiedlich.

Zugleich ist aber natürlich spürbar, dass das System noch nicht wirklich vollständig ist. Um etwa mit mehr als zwei Spielern zu spielen, müssen Batman oder Superman mehrfach antreten. Darunter leidet natürlich die Stimmung. Auch ein kompetitiver Modus wurde einmal erwähnt, ist bislang aber noch nicht enthalten. Hier bleibt zu hoffen, dass uns der Heidelberger Spieleverlag in den kommenden Monaten mit weiterem Inhalt versorgt.

So oder so bieten die Boxen bereits jetzt kurzweiligen Spaß, der in den kommenden Monaten aber mit Sicherheit noch anwachsen dürfte.



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