Mittwoch, 19. Juni 2013

Star Wars: Angriff der Klonkrieger



Warten auf Meister Yoda
Wie hier nachzulesen ist gab Kosmos uns unbedarften Spielern bereits vor einiger Zeit Gelegenheit, unsere Fähigkeiten im Umgang mit der Macht und unseren Jedi-Kräften zu verfeinern. Gerade der Machtwurf sollte dabei zur Genüge trainiert worden sein. Dementsprechend gilt es nun, die erlernten Fähigkeiten im echten Leben (sprich: einem weiteren Brettspiel) anzuwenden.

Dazu schicken uns Inka und Markus Brand erneut in die Arena auf Geonosis um gegen Horden anstürmender Kampfdroiden, Super-Kampfdroiden und Droidekas anzutreten. Diesmal kämpfen die 2 bis 4 Spieler allerdings gemeinsam in der Rolle von Anakin, Obi-Wan, Mace Windu und Kit Fisto. Die Zeit steht dabei auf unserer Seite. Halten wir nur lange genug aus, trifft Yoda mitsamt seiner Klonarmee zur Rettung ein.


Würfeln ist Macht…
Bevor die Schlacht allerdings beginnt sucht sich jeder Spieler einen der (leicht unterschiedlichen) Charaktere aus, die 18 Würfel werden gleichmäßig auf alle Spieler verteilt und die Arena mit den verschiedenen Droidentypen geflutet. Dazu werden passende Plättchen auf die einzelnen Felder der nummerierten Gebiete innerhalb der Arena verteilt. Zuletzt noch die (schön modellierten) Heldenfiguren mitten ins Getümmel und schon kann das Spiel beginnen.
Der Spielablauf gestaltet sich dabei sehr einfach und ist obendrein in Form einer Zeitleiste am Spielfeldrand vorbildlich illustriert. Auf ebenjener bewegt sich ein Landungsschiff entlang und gibt jederzeit genau an welche Runde und welche Phase wir spielen. Neben dramaturgischen Effekten („nur noch 8 Felder und wir haben es geschafft“) erleichter dies den Eingang ins Spiel erheblich.

…schlecht würfeln macht (fast) nichts
Was genau wird aber nun von unseren Helden erwartet? Nun, zuallererst würfeln wir alle gemeinsam jeweils einen Würfel aus unserem Vorrat. Diesen können wir dann zur Vernichtung der Droiden (die unterschiedlich schwierig ausfällt), zur Generierung von Macht oder dem Erfüllen von Bedrohungskarten nutzen. Auf unserem Charaktertableau finden sich dazu entsprechende Felder um die Würfel zu platzieren und (teilweise) zu modifizieren. So können einzelne Charaktere etwas besser kämpfen, andere erzeugen mehr Macht oder sind flexibler. Als weitere Möglichkeit können wir Würfel auf 4 vorhandenen Bedrohungskarten ablegen. Jede Karte setzt dabei bestimmte Ergebnisse voraus (etwa 3 Einser oder eine Summe von 16) um sie erfolgreich zu lösen. Schaffen wird dies bis zum Ende der Runde (nach den 18 Würfeln) nicht, kommen meist weitere Droiden aufs Feld oder wir verlieren Macht. Zusätzlich beinhalten diese 4 Karten eine Mega-Bedrohung. Wird diese nicht gemeistert ist das Spiel direkt verloren. Um sich dabei nicht gänzlich auf Würfelglück verlassen zu müssen, erlaubt die Verwendung von Macht die Wurfergebnisse zu manipulieren.
Am Ende jeder Runde wird die Arena wieder mit einer zunehmenden Zahl von Droiden gefüllt. Zusätzliche Feinde kommen durch nicht beseitigte Bedrohungskarten ins Spiel. Werden in diesem Fall mehr Droiden benötigt als im Vorrat liegen, ist das Spiel verloren.
Fazit
Zumindest in der Basisversion sollte eine Niederlage für erfahrenen Spieler fast unmöglich sein. Dafür ist das Spiel entschieden zu leicht. Die einfachen Regeln und die überschaubaren sowie eingängigen Möglichkeiten während des eigenen Zuges sind schnell verstanden und verinnerlicht. Selbst schlechte Würfe lassen, aufgrund der Möglichkeit diese mittels Macht zu manipulieren, nur selten Druck aufkommen. Während der einfache Schwierigkeitsgrad auf Vielspieler vielleicht abschreckend wirkt, ist er für die angepeilte Zielgruppe (Gelegenheitsspieler ab 8 Jahren) gut gewählt. Hier entfaltet das Spiel sein ganzes Potential und begeistert durch die eingängige Gestaltung.
Aber auch für einen höheren Schwierigkeitsgrad wurden Vorkehrungen getroffen. Neben dem schlichten Entfernen einiger Droiden aus dem Vorrat weiß dabei die Einführung von C-3PO und R2-D2 zu gefallen. Deren Rettung benötigt durchaus einige der dann doch merklich knapperen Würfel und ergänzt das Spiel um ein kleines zusätzliches Element.

Auch in dieser Form reißt das Spiel mich (als Vielspieler) sicher nicht zu Begeisterungsstürmen hin. Für ein gelegentliches Spiel zwischendurch taugt es aber allemal, insbesondere wenn es etwas leichtere Kost sein darf. Die Tatsache, dass das Spiel mit jeder Spielerzahl einwandfrei funktioniert bekräftigt diese Meinung zusätzlich.

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