Mittwoch, 27. April 2016

Animals on Board



Zugegeben, ich bin nicht besonders bibelfest. Aber die Geschichte von Noah, seiner Arche und der Rettung der Tiere, die kenne ich doch so halbwegs. Zwei von jeder Tierart sollten es sein, die auf dem gigantischen Schiff Unterschlupf finden. Nur was mit dem Rest geschieht, das war mir bislang nie so richtig klar. Bis jetzt. Denn neueste Untersuchungen scheinen ergeben zu haben, dass Noah nicht der einzige mit einer Arche war. Er war nur der Einzige, der ausschließlich Paaren zutritt auf sein Schiff gewährte. Alle Anderen Bootsbauer scheinen schlicht zu nehmen, was übrig bleibt.

Und so versuchen wir in Animals on Board (Wolfang Sentker und Ralf zur Linde / Pegasus) unser Schiff mit möglichst vielen und lukrativen Tierplättchen zu füllen. Nur auf Paare sollten wir dabei nicht setzen, hat Noah darauf doch ein Monopol.



Vor der Flut
Zu Beginn verfügt jeder Spieler gerade einmal über eine Arche mit Platz für zehn Tiere sowie ein Futterplättchen. In der Tischmitte liegt obendrein eine große Gruppe an Tieren aus, die auf Rettung warten. Dabei unterscheiden sich die Tiere in Art und Alter, welches mit Nummern von 1 bis 5 angegeben wird. Unser Ziel sollte es nun sein, mit einem prall gefüllten Schiff davon zu schippern, indem wir möglichst lukrative Tierkombinationen auf die Arche locken.


Die Qual der Wahl
Jede Runde startet mit einer einzigen großen Tiergruppe aus mindestens 9 Tieren. Sind wir am Zug, dürfen wir eine ausliegende Tiergruppe auf unser Schiff locken, indem wir für jedes der Tiere einen Futterkorb zahlen. Da wir uns das zu Beginn schwerlich leisten können, gibt es noch eine zweite Möglichkeit. Denn anstatt Tiere zu nehmen, dürfen wir eine ausliegende Gruppe aufteilen. Dazu bilden wir einfach zwei neue Gruppen, auf die wir die Tiere nach Belieben verteilen, solange jede Gruppe aus mindestens einem Plättchen besteht. Obendrein bekommen wir dafür einen Futterkorb, können uns also in der Folgerunde etwas mehr leisten. Haben alle Spieler etwas abbekommen (oder darauf verzichtet), wir die Auslage wieder aufgefüllt und das Ganze beginnt von Vorne.

Die Wertung
Jetzt könnte man eigentlich glauben, die Rettung unzähliger Tiere wäre uns Lohn genug. Doch weit gefehlt. Denn auch gute Taten scheinen stets gegen andere gute Taten aufgewogen zu werden. Und wer der beste Retter war, das ermittelt sich recht einfach. Doch bevor es dazu kommt, schnappt uns Noah erst einmal alle Pärchen weg. Was übrig ist, gibt Punkte. Einzeltiere genau so viele auf dem Plättchen aufgedruckt, Herden (ab 3 Tieren der gleichen Art) dagegen fünf Punkte je Tier. Dazu noch Punkte für übrige Futterkörbe und schon steht der Sieger fest.


Fazit
Da ich fast alle Regeln des Spiels erklärt habe wird schnell klar, dass es sich bei „Animals on Board“ um ein eher simples Spiel handelt. So simpel sogar, dass wir uns nach der ersten Partie fragten, ob das jetzt schon Alles war. Kurz: ja. „Animals on Board“  ist tatsächlich so simpel und einfach wie es klingt und häufig sogar schneller gespielt als auf der Packung angegeben. Genau das macht den Reiz aus, liegt doch schlicht ein locker flockiges Spiel vor.

Strategen werden dabei nicht glücklich werden, zu eingeschränkt sind die Optionen. Und dennoch können aufmerksame Spieler durchaus Vorteile generieren. Gerade zu zweit kann man weitestgehend nachhalten, welche Plättchen die Mitspieler besitzen und dieses Wissen nutzen um die Gruppen passend aufzuteilen. Ein verdecktes Plättchen pro Runde sorgt dennoch für etwas Ungewissheit.

Damit ist „Animals on Board“ zwar bei Weitem kein Überflieger, für eine lockere Partie zwischendurch aber absolut geeignet. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt übrigens auch die Brettspielbox, wie ihr HIER nachlesen könnt.


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