Mittwoch, 5. Oktober 2016

Ice Cool



Kennt ihr diese Videos auf denen Pinguine über das Eis rutschen und dabei allerlei seltsame und lustige Bewegungen vollführen? Nun, an eines habe ich beim Betrachten all dieser Stürze und Missgeschicke zumindest bislang nicht gedacht. Dass diese Kunststücke sicherlich alles andere als einfach sind und ein beträchtliches Maß an Übung benötigen. Doch das hat sich vor wenigen Wochen geändert. Genau in dem Moment nämlich, als bei mir Ice Cool (Brian Gomez / Amigo) in die Wohnung geschlittert ist.
Denn bei Ice Cool benötigen wir einiges an Geschick und Übung, um die Pinguine filigran über den Spielplan zu befördern. Oder (wie in meinem Fall) auch nur, um sie grob in die gewünschte Richtung zu schubsen.



Eisige Gefilde
Die erste Überraschung wartet im Falle von Ice Cool beim Öffnen der Box. Denn bereits der Spielplan ist alles andere als gewöhnlich. Dieser besteht aus 5 Elementen, eines davon das Unterteil der Box, die passend zusammengesteckt werden. Auf diese Art entsteht eine Arena mit mehreren Räumen, Wänden und diversen Türen, die Ziel unserer Pinguine sind. 



Danke für den Fisch
Auch die Pinguine weisen natürlich einige Besonderheiten auf. So befindet sich um Fuß der Figuren ein Gewicht, das theoretisch beeindruckende Kunstschüsse ermöglicht. Und diese sind auch nötig. Denn jede Runde versuchen die Spieler, ihre Figuren durch verschiedene Tore des Plans zu schnippen, um den dort befindlichen Fisch zu fangen. Gleichzeitig übernimmt ein Spieler die Rolle des Jägers, der versucht, die anderen Pinguine zu erwischen. Ein Durchgang endet, wenn entweder alle Pinguine gefangen wurden oder ein Spieler seine gesamten Fische gesammelt hat. Nun gibt es Punkte für gefangene Fische und Pinguine, nach mehreren Runden gewinnt der erfolgreichste Sammler.

Filigran fatal
Um möglichst erfolgreich zu spielen, ist beim Schnippen der Pinguine sehr viel Fingerspitzengefühl nötig. Entsprechend weiß ich auch nur theoretisch, dass man die kleinen Figürchen mit etwas Geschick um Kurven, durch Tore und gegebenenfalls sogar über den ganzen Plan scheuchen kann. Sogar gezielte Sprünge sind möglich, wenn man es richtig anstellt. Und ich habe es wiederholt sogar geschafft, aus wenigen Zentimetern Entfernung eine Tür zu verfehlen.



Fazit
Ice Cool ist in jeder Hinsicht ein schnelles Spiel. Der Aufbau ist schnell erledigt, die Regeln schnell verinnerlicht und schnell fegen die ersten Pinguine über den Plan. Gerade in den ersten Partien macht es richtig viel Spaß die Schusstechniken zu verfeinern und kleinere Erfolge fördern die Motivation. Dabei ist das Material sehr gelungen, die Pinguine erlauben tatsächlich beeindrucken Kunstschüsse.

Allerdings lies der Spaß, zumindest bei uns Erwachsenen, aber nach einigen Partien nach. Das Vorgehen ist doch immer wieder gleich, die Möglichkeiten überschaubar. Sobald man die Pinguine etwas unter Kontrolle hat, fällt auch die Motivation, sich weiter zu verbessern. Problematisch ist dabei auch, dass einige Spieler schlicht ein geschickteres Händchen haben als andere. So weiß ich etwa von vornherein, dass ich gegen meine Frau keine Chance habe. Selbst zusätzlich „Übungsstunden“ haben daran bislang nichts geändert. Durch die kurze Spielzeit ist das allerdings eher undramatisch und fällt fast nur im Spiel zu zweit wirklich negativ auf.

Ice Cool ist durchaus lustig und für einige Partien wirklich sehr unterhaltsam. Auf Dauer fehlt mir aber etwas Abwechslung, wie etwa variable Spielpläne oder zusätzliche Aufgaben.




http://spielfreude.blogspot.de/p/vorschau-spiel-2016.html

Keine Kommentare:

Kommentar posten