Sonntag, 7. April 2013

Smash Up



Zombie-Dinosaurier vs. Ninja-Magier 

Alienroboter oder Zombiepiraten stellen in den Heutigen Unterhaltungsmedien kaum noch etwas Besonderes dar. Hier muss man schon sehr genau suchen um noch etwas Ausgefallenes oder Kreatives zu finden. Da ist das Leben als Brettspieler doch deutlich abwechslungsreicher. Mit SMASH UP (Pegasus / AEG), dem neuen Spiel von Paul Peterson, nehmen die kreativen Kombinationen fast schon inflationäre Ausmaße an. Oder wie oft habt ihr in den letzten Jahren von Ninja-Dinosauriern und Robotermagiern gehört?


SMASH UP wurde bei seinem Erscheinen als unglaubliches Deckmixspiel gepriesen. Dies bedeutet dass jeder Spieler sein Kartendeck aus 2 der 8 Fraktionen mischt und mit diesem nicht weniger als die Kontrolle der Welt (einmal mehr als Siegpunkte ausgewiesen) anstrebt. 


Die Kampfregeln 
Um dieses hehre Ziel zu erreichen gilt es, verschiedene Basen mit Hilfe der eigenen Kreaturen zu erobern und dafür möglichst viele Punkte zu kassieren. 2 bis 4 Teilnehmer spielen Runde für Runde bis zu einer Kreaturen- und einer Aktionskarte. Kreaturen werden dabei direkt an eine Basis gespielt, Aktionskarten bewirken zumeist einen sofortigen, teilweise auch einen anhaltenden Effekt. Liegen ausreichend Kreaturen (eigene und gegnerische) an einer Basis aus, wird diese gewertet. Im Anschluss werden Punkte in Abhängigkeit der Stärke der eingesetzten Truppen verteilt, die Kreaturen abgeräumt und eine neue Basis aufgedeckt. Klingt einfach, ist es auch.


Die Regeln von SMASH UP sind schnell gelernt und verstanden, der Spielablauf wirklich simpel. Der Spaß kommt mit dem Zusammenstellen der völlig durchgeknallten Fraktionen und deren unterschiedlichen Sonderfertigkeiten. So zeichnen sich etwa die Dinosaurier (mit Lasern auf dem Kopf) durch schiere Größe und Stärke aus, während die Magier das Deck kontrollieren. Ninjas tauchen immer dort auf wo der Gegner sie nicht erwartet (und nicht haben will), und Zombies bleiben einfach nicht tot. Die Fähigkeiten der einzelnen Decks und deren  Interaktionen untereinander sorgen für viele spaßige Kombinationen, jede mit eigenen Stärken und Schwächen



Fazit 
SMASH UP macht Spaß. Das ausprobieren der verschiedenen Kombinationen, die Gesichter der Mitspieler wenn man ihre wohlüberlegten Züge sabotiert oder die spaßigen Grafiken. Es gibt vieles was mir an SMASH UP sehr gut gefällt. Trotzdem sollten auch die (wenigen) Schattenseiten nicht unerwähnt bleiben. Etwa die Denkpausen die, für ein Spiel dieser Art, überraschend lang sein können. Hier macht sich die große Vielfallt der Sonderfähigkeiten negativ bemerkbar. Hat man die maximalen 10 Karten auf der Hand, kann das aussuchen der Zwei zu spielenden durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere in den ersten Spielen kann eine Partie auch einmal etwas länger dauern. Nach einigen Runden schrumpft die Zeit dann zumeist  auf ein durchweg erträgliches Maß, ist für ein eigentlich schnelles und kurzweiliges Spiel aber noch immer vergleichsweise lang. Auch der Glücksanteil ist keinesfalls zu vernachlässigen, liegt aber im von anderen Kartenspielen dieser Art gewohnten Rahmen. In Summe überwiegen bei SMASH UP deutlich die spaßigen Anteile, dass Spiel wird auch in Zukunft einen festen Platz in meiner Sammlung haben. Zusätzlich wird die bereits angekündigte Erweiterung 4 neue Fraktionen liefern die die möglichen Kombinationen noch weiter erhöhen. Bleibt nur zu hoffen, dass Pegasus eine Box mitliefert, welche alle Karten halten kann. Die Box des Basisspiels ist nämlich bereits mit den ersten Karten bis zum Rand gefüllt.

Kommentare:

  1. Leider hat Pegasus das Spiel wirklich um sein Wertvollstes beraubt - die tolle Grafik. Völlig unnötige weiße Ränder um die Karten und keine annährend so schöne und nützliche Box wie bei AEG. Trotzdem ein super Spiel.

    AntwortenLöschen
  2. Was die Grafik angeht muss ich dir leider recht geben. Da hat Pegasus im Moment einen gewissen Hang zur "Verschlimmbesserung" entwickelt.
    Die Lösung der Box finde ich eigentlich nicht verkehrt, sofern Pegasus mit der Erweiterung eine sinnvolle Lösung nachliefert (etwas vergleichbar der AEG Box). Auf diese Art konnte der Preis deutlich gesenkt werden und wer nicht das Interesse an zusätzlichen Karten hat konnte zumindest etwas Geld sparen.

    AntwortenLöschen
  3. Die weißen Kartenränder sind nicht unnnötig, sondern machen erst den günstigen Preis möglich. Ohne diese Ränder hätten die Karten einen weiteren Druckbogen benötigt. Der Fokus der Pegasus-Version war der günstige Preis, immerhin nur ca. die Hälfte der US-Version!

    AntwortenLöschen
  4. Und wieder etwas gelernt. Ich ging davon aus, dass der niedrigere Preis nur durch die kleinere und "genormte" Box zustande kam. Das erklärt gleichzeitig auch den (sehr) hohen Preis der AEG-Version.

    AntwortenLöschen
  5. Meiner Meinung nach überwiegen bei Smash Up eher die negativen Seiten des Spiels, insbesondere das Studieren der Karten dauert mir viel zu lange. Hinzu kommt, dass es wirklich unübersichtlich ist, wie die einzelnen Karten aufeinander wirken. Die Partien ziehen sich eher lange hin, von einem echten "Smash Up", einem schnellen Schlagabtausch, kann überhaupt keine Rede sein.
    Wahrscheinlich muss man das Spiel sehr häufig spielen und die Karten auswendig kennen, damit ein guter Spielfluss zustande kommt.
    Das ist mir zu viel Arbeit. Ich denke, bei prinzipiell einfachen Spielen wie diesem muss der Funke spätenstens nach zwei, drei Partien überspringen, sonst kommt es nicht mehr auf Tisch...

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Hendrik.
    Was die relativ lange Spielzeit angeht muss ich dir durchaus recht geben. Die ist für ein eigentlich kurzweiliges Spiel wirklich lang. Das gibt sich aber nach einigen Partien merklich. 4-Personen-Spiele mit mehreren unerfahrenen Spielern würde ich mir aber inwzischen wohl auch verkeinfen.

    AntwortenLöschen