Montag, 17. April 2017

The Game Extreme



Erfolgreiche Spiele zu erweitern gehört ja heutzutage zum Geschäft. Ist ja auch eine tolle Sache, wenn man als Fan mehr von seinem Lieblingsspiel bekommt. Mehr Figuren, mehr Optionen, mehr von Allem. Aber wie erweitert man ein kleines Kartenspiel? Der Nürnberger Spielkarten Verlag war da ganz kreativ und hat bereits vor einiger Zeit sein Erfolgsspiel The Game mit den „On Fire“-Karten erweitert. Aber das reicht wohl noch nicht. Und so gibt es inzwischen The Game Extreme (Steffen Benndorf). Also quasi noch mal The Game, aber mit einem Schwung neuer Karten.

Im Grunde hat sich am Spiel selbst nicht viel geändert. Einzig einige der Karten verfügen nun über Sonderregeln. Und diese machen uns das Leben nicht wirklich leichter, weshalb The Game Extreme auch nur für Spieler zu empfehlen ist, die The Game schon gut kennen.

 
The Game
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die meisten von euch die Regeln von The Game kennen. Wenn nicht, schaut einfach mal HIER vorbei. In aller Kürze: Gemeinsam wollt ihr in The Game einen Stapel aus 98 Karten auf vier Ablagestapel legen. Dabei darf auf zweien nur absteigend, auf den anderen nur aufsteigend gelegt werden. Das Gemeine: Gesprochen werden darf zwar, genaue Informationen über Zahlenwerte sind allerdings Tabu. Bereits in dieser Version ist das Spiel eine echte Herausforderung.


Extreme
Wer es gerne etwas schwerer hätte, der bekommt bei „Extreme“ zusätzliche Funktionen für 28 der 98 Karten. Insgesamt handelt es sich dabei um sieben neue Anordnungen, die entweder sofort ausgeführt werden müssen oder so lange aktiv sind, wie die Karte offen ausliegt. In erstere Kategorie fallen das sofortige beenden des Zuges, der Zwang, die entsprechende Karte sofort zu überdecken oder zwingend drei Karten spielen zu müssen. Dauerhafte Effekte sind ein totales Redeverbot, der Zwang nur auf einen Stapel zu legen, nur eine Karte nachzuziehen oder das Deaktivieren des Rückwärtssprungs. Trotz all der zusätzlichen Probleme bleibt das Ziel aber gleich: Gemeinsam möglichst viele Karten ablegen.


Fazit
Inzwischen dürfte klar sein, dass sich The Game Extreme ganz klar an Freunde und Veteranen des Originals richtet. Und als solche hat man die neuen Regeln auch nach ein oder zwei Partien verinnerlicht und hat Spaß an der zusätzlichen Herausforderung. Und die ist tatsächlich deutlich größer, selbst erfahrene Gruppen dürften daran zu knabbern haben. Das Glück ist dabei von noch größerer Bedeutung, eine Sonderkarte im falschen Moment kann enormen Schaden anrichten. Das kann einerseits durchaus frustrieren, ist aber andererseits genau das, was auch erfahrenen Spielern wieder Neues bietet.

Dennoch muss auch klar gesagt werden, dass gegenüber dem Original ein wenig die Leichtigkeit verloren geht. Es muss deutlich mehr beachtet werden, die neuen Karten müssen verinnerlicht sein und im Spielverlauf gelten immer mal wieder besondere Regeln. Damit verlängert sich auch die Spielzeit spürbar. Schön wäre es gewesen, wenn man die neuen Karten Stück für Stück hätte einbauen können. Aber leider haben diese auch eine andere Rückseite als das Originalspiel, wodurch sie mit diesem nicht kompatibel sind.

Insgesamt halte ich das Original aufgrund des flotteren Verlaufs und der simpleren Regeln für das bessere Spiel. Als Veteran werde ich mich in Zukunft dennoch eher den neuen Herausforderungen von „Extreme“ stellen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen