Mittwoch, 30. Oktober 2019

Kurz gefasst 1.19


Dem Einen oder Anderen ist sicher schon aufgefallen, dass es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist. All die vielen Spielabende verlangen leider eben doch ihren Tribut, die Zeit für Veröffentlichungen ist häufig knapp. Dennoch gibt es natürlich noch immer viele Spiele, über die ich gerne etwas berichten würde. Aus diesem Grund versuche ich es jetzt mal mit einem neuen Format. Wie genau das in Zukunft abläuft, kann ich aktuell noch gar nicht sagen. Fürs Erste plane ich, in unregelmäßigen Abständen Kurzberichte über mehrere Spiele zu veröffentlichen. Anders als bei meinen Rezensionen werde ich dabei nur begrenzt auf die Regeln eingehen und auch das Fazit wird sich auf das Wesentliche beschränken.

So, genug der Worte. In diesem ersten kleinen Gehversuch findet ihr Berichte zu: Big Money, Die Crew, Res Arcana und Team3

Sonntag, 20. Oktober 2019

Space Base


Vor gut 4 Jahren wurde Machi Koro zum Spiel des Jahres nominiert. Grund genug, für reichlich Ableger, Erweiterungen und Varianten. Und während auf der kommenden Spielemesse in Essen tatsächlich auch die Legacy-Version das Licht der Welt erblickt, können wir uns bis dahin mit Space Base (John D. Clair / Asmodee) trösten. Denn spielerisch ähneln sich beide Werke sehr, nur thematisch kommen wir mit einem Ausflug ins Weltall diesmal etwas weiter herum.







Freitag, 4. Oktober 2019

Dice Hospital


Kaum ein Spielutensil dürfte zugleich so sehr gehasst und geliebt werden wie der Würfel. In einer Sekunde beschert er uns wahre Reichtümer, in der nächsten stürzt er uns in die tiefste Krise. Entsprechend auch der Umgang mit Fortunas Helfer: Da wird angepustet, angefleht oder im schlimmsten Fall auch mal durch den Raum geworfen. Selbst der Einsatz von Bunsenbrennern wurde, nach einem besonders dramatischen Tod in einem Rollenspiel, bereits beobachtet. Doch was wird aus den Würfeln, nachdem sie derart misshandelt wurden? Die Antwort darauf verspricht nun Dice Hospital (Kobold Spieleverlag) von Stan Kordonskiy und Mike Nudd.




Donnerstag, 19. September 2019

Draftosaurus


Ich finde es ja durchaus praktisch, wenn ein Name bereits Aufschluss über das zu erwartende Spiel gibt. Steht auf der Box Kneipenquiz, kann ich ziemlich sicher davon ausgehen, dass ein Quizspiel zu erwarten ist. Und vielleicht auch etwas Alkohol. Steht auf einer Packung aber Azul, bin ich nach dem Lesen auch nicht viel schlauer als zuvor. Will man aber ganz sicher gehen, packt man in den Titel direkt sowohl Spielmechanismus als auch Thema. Wie jüngst bei Draftosaurus (A. Bauza, C. Lebrat, L. Maublanc, T. Rivière / Board Game Box).






Dienstag, 10. September 2019

Gen7


Spiele können so viel mehr sein als eine simple Aneinanderreihung von Mechanismen. Pandemic Legacy oder Detective etwa haben es geschafft, die Spieler in die Geschichte hineinzuziehen. Genau in diese Kerbe schlägt nun auch Gen7 (Asmodee). Denn im neuen Werk von Steve Nix bestimmen unsere Entscheidungen, welchen Verlauf die Handlung nimmt. Jede Gruppe erlebt eine ganz individuelle Geschichte. Anders als in bisherigen Legacy-Spielen kann das Material aber vollständig zurückgesetzt werden, wodurch einer weiteren Kampagne nichts im Wege steht.





Freitag, 30. August 2019

Kuhle Kühe


Aufzufallen scheint heute in vielen Lebensbereichen absolute Priorität zu haben. Von Influencern, die für ein paar mehr Clicks fast alles tun, bis hin zu Politikern, bei denen es immer weniger auf Fakten als auf Lärm und Reichweite ankommt. Auch bei Brettspielen kann es nicht schaden, wenn man zwischen all den Neuheuten irgendwie den Blick auf sich zieht. Oder das Ohr, im Falle von Kuhle Kühe (David Yakos / Game Factory). Denn auch wenn die Box wie ein Milchpackung aussieht, wird es eigentlich erst spannend, wenn man diese ins Regal zurückstellt. Dann ist ein lautes und vernehmliches „Muuh“ zu vernehmen, ein zweiter Blick ist garantiert.




Freitag, 23. August 2019

Der Herr der Ringe: Reise durch Mittelerde


Weite, unerforschte Landschaften, schneebedeckte Hügel und romantische kleine Städtchen wechseln sich mit beeindruckenden Ruinen und dunklen Wäldern ab. Hier wird für jeden Reisenden etwas geboten, ob man nun neue Kulturen kennenlernen oder lieber am Strand relaxen will. So eine Reise durch Mittelerde (Nathan I. Hajek & Grace Holdinghaus / Asmodee) kann eigentlich jedem Touristen nur ans Herz gelegt werden. Störend ist eigentlich nur das fehlende Internet. Denn ohne passende App kommt man hier nicht weit.






Donnerstag, 15. August 2019

Paper Tales: Die Tore der Unterwelt


Paper Tales bezeichnete ich bereits vor annähernd einem Jahr als sehr reizvoll. Eine Meinung, die sich bis heute nicht geändert hat. Nicht umsonst landete das Spiel zuletzt auf der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres. Und dennoch wünscht man sich natürlich auch bei einem so abwechslungsreichen Spiel irgendwann mehr. Welch Glück also, dass Frosted Games und Pegasus Spiele nun die Tore zur Unterwelt (Masato Uesugi) aufgestoßen haben und damit für reichlich Abwechslung sorgen.







Dienstag, 6. August 2019

Pandemic - Schnelles Einsatzteam


Moderne Flugzeuge sind schon ein Wunder der Technik. Hunderte von Passagieren, mehrere 1.000 km Flugstrecke, Fernseher im Sitz… die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Aber selbst die modernsten Fluggeräte verblassen im Vergleich zu dem, was die WHO offensichtlich in ihrem Hangar stehen hat. Wie wir bei Pandemic – Schnelles Einsatzteam (Kane Klenko / Asmodee) lernen, lassen sich an Bord eines Flugzeugs nämlich sogar Medikamente, Trinkwasser und Energie herstellen. Und direkt auch noch an die notleidende Bevölkerung liefern.
 


 

Mittwoch, 31. Juli 2019

Corinth


Es gibt ja schon solche Momente, in denen ich mich richtig alt fühle. Und das, obwohl viele Mitspieler in meinen regelmäßigen Brettspielgruppen schon ein paar Lenze mehr auf dem Buckel haben. Da beginnt man die Erklärung von Corinth (Sébastien Pauchon / Days of Wonder) damit, dass der Würfelmechanismus der gleiche ist wie damals bei Yspahan. Doch anstatt des erwarteten, wissenden Nickens erntet man nur irritierte Blicke. Und ich dachte immer, das 2007 zum Spiel des Jahres nominierte Werk sei inzwischen allgemein bekanntes Kulturgut. So kann man sich irren.