Montag, 15. August 2016

Elements



Spiele mit wenig Material und einfachen Regeln liegen voll im Trend. Eine kurze und dennoch intensive Spielzeit gepaart mit einem schnellen Einstieg… was will man mehr. Und so sorgte bereits vor einigen Jahren Love Letter für Furore, gerade in Vollbesetzung war der Kampf um der Prinzessin Gunst durchweg unterhaltsam. Doch ein Mikrospiel für zwei, das einen ähnlichen Unterhaltungswert hat, daran mangelte es bislang noch. Bis jetzt. Denn mit Elements (Team Saien / Pegasus) in nun tatsächlich eine (so viel sei schon einmal verraten) gelungene Alternative gefunden.







Karten erhalten
Das Ziel in Elements ist eigentlich denkbar einfach. Schlicht mit den eigenen Handkarten eine Summe erreichen, die möglichst nah an die Summe der Auslage heranreicht ohne diese zu überschreiten. Zu Beginn bekommt dafür jeder der beiden Spieler 6 der insgesamt 16 Handkarten, der Rest geht aus dem Spiel. Wer jetzt rechnen kann dürfte bereits stutzig werden. Denn mit 6 Handkarten wird es schwer, eine Summe zu bilden die kleiner ist als die der Auslage (die zu Beginn aus genau 0 Karten besteht). Also führen die Spieler abwechselnd jeweils eine Aktion aus.


Karten optimieren
Zu Beginn besteht die Aktion zumeist daraus, eine Karte (mit Zahlen von 1 bis 6) von der Hand in die zentrale Auslage zu legen. Handelt es sich dabei um eine 6 darf diese alternativ auch aus dem Spiel entfernt werden. Damit dürfte die eigene Summe bereits deutlich näher an die zentrale Auslage heranrücken. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem die Handkarten die Auslage zu deutlich unterschreiten, um noch Siegchancen zu haben. Alternativ darf ich nun die oberste Karte der Auslage offen vor mich legen, wo sie von nun an Punkte wie meine Handkarten zählt.

Sterne gewinnen
Über kurz oder lang entsprechen meine Handkarten so gut der zentralen Auslage, dass ich mir Siegchancen ausrechne. Als Aktion darf ich dann klopfen und erhalte zwei Sterne, wenn meine Hand näher an der Summe der Auslage ist als die des Mitspielers. Vielleicht rechne ich mir aber auch keine Chancen mehr aus. In diesem Fall kann ich aufgeben, der Gegner kassiert nur einen Stern. Da das Spiel entschieden ist, sobald ein Spieler 6 Sterne gesammelt hat, kann dies eine durchaus sinnvolle Option sein.


Fazit
Elements ist ein Spiel mit denkbar einfachen Regeln, die man bereits nach wenigen Minuten verinnerlicht hat. Und auch die einzelnen Runden dauern selten länger als 1 oder 2 Minuten, nach spätestens 15 Minuten ist das Spiel zu ende. Doch in dieser Zeit gilt es überraschend viele Entscheidungen zu treffen, auch wenn man dies nach dem Lesen der Regel eigentlich noch nicht so recht glauben will. Denn jede gespielte Karte ist für den Ausgang relevant, jede Aktion will überlegt sein. Geschicktes bluffen, das Lesen des Gegenspielers und das Finden passender Antworten entscheiden dabei über Sieg oder Niederlage. Natürlich ist auch reichlich Glück mit von der Partie, was allerdings bei der kurzen Spielzeit nicht dramatisch ist. Und selbst wenn die Starthand vermeintlich vollkommen nutzlos ist, konnte mit geschicktem Spiel schon so manche Partie gewonnen werden.

Mit Elements hat Pegasus ein weiteres Kleinod unter den Mikrospielen veröffentlicht, perfekt geeignet für das kurze Duell zwischendurch.
 

 
http://spielfreude.blogspot.de/p/vorschau-spiel-2016.html

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